Betaisodona Puderspray

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Kurztext: Povidon-Iod wirkt umfassend keimtötend. Es ist wirksam gegen Bakterien, Pilze, Sporen, Viren und bestimmte Einzeller (Protozoen). Zuverlässige Wunddesinfektion verhindert weitgehend Infektionen und begünstigt eine rasche, problemlose Heilung.
Arzneimittel Zugelassenes Arzneimittel - Über Wirkung und mögliche unerwünschte Wirkungen informieren Gebrauchsinformation, Arzt oder Apotheker.
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Marke:
MUNDIPHARMA GMBH

MUNDIPHARMA GMBH

APOLLOGASSE 16-18 , WIEN , 01070

01/5232505-0
01/523250544

PZN
1315042
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1. Was ist Betaisodona und wofür wird es angewendet?

Povidon-Iod wirkt umfassend keimtötend. Es ist wirksam gegen Bakterien, Pilze, Sporen, Viren und bestimmte Einzeller (Protozoen). Zuverlässige Wunddesinfektion verhindert weitgehend Infektionen und begünstigt eine rasche, problemlose Heilung.
Eine Widerstandsfähigkeit von Infektionserregern (Resistenz) gegen Povidon-Iod ist aufgrund der Wirkungsweise nicht zu befürchten.
Durch die Bindung an Povidon verliert das Iod weitgehend die reizenden Eigenschaften alkoholischer Iodzubereitungen und ist gut verträglich für Haut, Schleimhaut und Wunden.
Beim Wirkungsvorgang entfärbt sich das Iod, die Tiefe der Braunfärbung zeigt daher seine Wirksamkeit an. Bei Entfärbung ist eine Nachdosierung erforderlich.

Anwendungsgebiete
· Vorbeugung und Behandlung von Infektionen bei Verbrennungs-, Schnitt- und Schürfwunden.
· Vorbeugende Behandlung infektionsgefährdeter Wunden, wie zum Beispiel nach Anlegen einer Naht zur Wundversorgung oder nach chirurgischen Eingriffen.

2. Was müssen Sie vor der Anwendung von Betaisodona beachten?

Betaisodona Puder-Spray darf NICHT angewendet werden,
· wenn Sie überempfindlich gegen Povidon-Iod oder einen der sonstigen Bestandteile von Betaisodona Puder-Spray sind,
· wenn Sie an Schilddrüsenüberfunktion (Hyperthyreose; Anzeichen: Pulsbeschleunigung, innere Unruhe) oder an anderen Schilddrüsenerkrankungen leiden,
· wenn Sie an der seltenen chronischen Hautentzündung Dermatitis herpetiformis Duhring leiden.

Besondere Vorsicht bei der Anwendung von Betaisodona Puder-Spray ist erforderlich:
· Vorsicht, Sprühnebel nicht einatmen und nicht in die Augen oder in die Nähe der Augen sprühen. Die Treibgase sind brennbar. Der Sprühnebel kann sich entzünden. Deshalb Vorsicht mit offenen Flammen. Wenden Sie elektrische Geräte (wie Thermokauter) erst nach vollständigem Verflüchtigen des Sprühnebels an.
· Nach Schilddrüsenerkrankungen (insbesondere bei älteren Patienten) oder im Falle eines Kropfes sollte Povidon-Iod über längere Zeit oder großflächig nur nach strenger Nutzen/Risikoabwägung durch den Arzt angewendet werden, da eine nachfolgende Schilddrüsenüberfunktion nicht gänzlich ausgeschlossen werden kann.
Durch die oxidative Eigenschaft von Povidon-Iod können Metalle rostig werden, Kunststoffe sind im Allgemeinen Povidon-Iod-beständig. Von Fall zu Fall kann eine meist wieder verschwindende Verfärbung auftreten.

Neugeborene und Säuglinge
· Bei Neugeborenen und Säuglingen bis zum Alter von 6 Monaten ist Betaisodona Puder-Spray nur nach strenger Nutzen/Risikoabwägung durch den Arzt anzuwenden. Gegebenenfalls sollte die Schilddrüsenfunktion überwacht werden.

Bei Anwendung von Betaisodona Puder-Spray mit anderen Arzneimitteln
Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden beziehungweise vor kurzem eingenommen/angewendet haben, auch wenn es sich nicht um verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt.

Verwenden Sie NICHT gleichzeitig
· Betaisodona Puder-Spray und Wasserstoffperoxid, enzymatische oder silber- sowie taurolidinhältige Wundbehandlungsmittel beziehungsweise Desinfektionsmittel, da es zur gegenseitigen Wirkungsabschwächung kommt,
· Betaisodona Puder-Spray und quecksilberhältige Präparate, da sich eine ätzende Verbindung (Quecksilberiodid) bilden kann, Eiweiß, Blut- oder Eiterbestandteile können die Wirksamkeit von Betaisodona Puder-Spray beeinträchtigen.
Wenn Sie eine Lithiumtherapie erhalten, sollten Sie Betaisodona Puder-Spray nur kurzfristig und kleinflächig anwenden. Ansonsten könnten größere Iod-Mengen in den Körper aufgenommen werden.

Beeinflussung diagnostischer Untersuchungen:
· Unter der Anwendung von Povidon-Iod kann die Iod-Aufnahme der Schilddrüse herabgesetzt sein; dies kann zu Störungen bei verschiedenen Untersuchungen der Schilddrüse führen und eine geplante Radio-Iod-Therapie unmöglich machen. Ein Abstand von mindestens 1 – 2 Wochen nach Beendigung der Behandlung mit Povidon-Iod sollte eingehalten werden.
· Wegen der oxidierenden Wirkung von Povidon-Iod können verschiedene Laboruntersuchungen falsch-positive Ergebnisse liefern (unter anderem Toluidin und Guajak-Harz zur Hämoglobinoder Glucosebestimmung im Stuhl oder Harn).

Schwangerschaft und Stillzeit
Fragen Sie vor der Anwendung von allen Arzneimitteln Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.
Eine Anwendung bei Schwangeren ab dem 3. Monat und während der Stillzeit darf nur nach ausdrücklicher Anweisung des Arztes erfolgen; eine Überwachung der Schilddrüsenfunktion bei der Mutter beziehungsweise beim Säugling ist angezeigt. Eine Behandlung soll nur kurz dauern.

Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen
Betaisodona Puder-Spray hat keinen Einfluss auf die Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen.

3. Wie ist Betaisodona anzuwenden?

Bitte fragen Sie bei einem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht ganz sicher sind.
Ein- bis mehrmals täglich auf die zu behandelnde Stelle sprühen, bis diese sichtbar mit dem goldbraunen Povidon-Iod-Pulver bedeckt ist.
Bei Entfärbung ist eine Nachdosierung erforderlich.
Betaisodona Puder-Spray nur äußerlich anwenden.

Sprühdose vor Gebrauch kräftig schütteln, senkrecht anwenden und im Abstand von 15 cm auf die zu behandelnde Stelle sprühen. Das Treibgas verflüchtigt sich sofort und der beim Aufsprühen entstandene Kältereiz verschwindet sehr rasch.

Betaisodona Puder-Spray bildet einen trockenen Film auf der behandelten Stelle und ist leicht abwaschbar. Falls erforderlich, kann darüber ein Verband angelegt werden.

Wenden Sie Betaisodona Puder-Spray nicht gemeinsam mit anderen Wundbehandlungsmitteln als Betaisodona an (siehe auch Abschnitt „Bei Anwendung von Betaisodona Puder-Spray mit anderen Arzneimitteln“).
Povidon-Iod ist aus Textilien und anderen Materialien mit warmem Wasser und Seife, in hartnäckigen Fällen mit Ammoniak (Salmiakgeist) oder Natriumthiosulfat-Lösung (Fixiersalz), leicht entfernbar.

Wenn Sie eine größere Menge von Betaisodona Puder-Spray angewendet haben, als Sie sollten,
lesen Sie bitte den Abschnitt 4. Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wenn Sie eine größere Menge von Betaisodona Puder-Spray verschluckt haben sollten,

setzen Sie sich bitte umgehend mit Ihrem Arzt in Verbindung.

Wenn Sie die Anwendung von Betaisodona Puder-Spray vergessen haben,

setzen Sie die Anwendung wie vorgesehen fort.

4. Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie alle Arzneimittel kann Betaisodona Puder-Spray Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.

Bei der Bewertung von Nebenwirkungen werden folgende Häufigkeitsangaben zugrunde gelegt:
Sehr häufig: betrifft mehr als 1 Behandelten von 10
Häufig: betrifft 1 bis 10 Behandelte von 100
Gelegentlich: betrifft 1 bis 10 Behandelte von 1 000
Selten: betrifft 1 bis 10 Behandelte von 10 000
Sehr selten: betrifft weniger als 1 Behandelten von 10 000
Nicht bekannt: Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar

Bei Patienten, die mit Povidon-Iod behandelt wurden, wurden folgende Nebenwirkungen beschrieben:

Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes

Sehr selten: Überempfindlichkeitsreaktionen der Haut, die sich in Form von Jucken, Rötung, Bläschen oder ähnlichem äußern können Endokrine Erkrankungen (Drüsen und Hormone)
Nicht bekannt: Schilddrüsenüberfunktion bei Patienten, die dazu neigen, (Anzeichen: Pulsbeschleunigung, innere Unruhe)

Erkrankungen des Immunsystems:
Nicht bekannt: akute allergische Allgemeinreaktionen mit Blutdruckabfall und/oder Atemnot (anaphylaktische Reaktionen)
Das Auftreten von Elektrolyt- und Serumosmolaritäts-Störungen und die damit verbundene Beeinträchtigung der Nierenfunktion beziehungsweise Störung des Säure-Basen-Haushalts kann bei großflächiger Verbrennungsbehandlung mit Povidon-Iod begünstigt werden.

Informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker, wenn eine der aufgeführten Nebenwirkungen Sie erheblich beeinträchtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser Gebrauchsinformation angegeben sind.

5. Wie ist Betaisodona aufzubewahren?

Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren.
Leicht entzündlich. Von Zündquellen (wie zum Beispiel Zigaretten) fernhalten.
Nicht über 25 ° C lagern.
Nicht höheren Temperaturen als 50 °C aussetzen (zum Beispiel nicht in der Sonne, im heißen Auto oder in unmittelbarer Nähe eines Heizkörpers stehen lassen).
Sie dürfen Betaisodona Puder-Spray nach dem auf der Spray-Dose und dem Karton „Verwendbar bis: …“ angegebenen Verfalldatum nicht mehr anwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des Monats.
Das Arzneimittel darf nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall entsorgt werden. Nur völlig entleerte Druckgaspackungen entsorgen. Fragen Sie Ihren Apotheker, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr benötigen. Diese Maßnahme hilft, die Umwelt zu schützen.

6. Weitere Informationen

Was Betaisodona Puder-Spray enthält:
1 g enthält 25 mg Povidon-Iod-Komplex, Gesamtgehalt: 0,25 % verfügbares Iod, Isopropylmyristat, n-Pentan, Propan-Butan/Isobutan 25:75 in verflüssigtem Treibgas suspendiert.

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