Hohe Akzeptanz von pflanzlichen Heilmitteln

Gerade jetzt im Hochsommer steht es in Blüte: Paracelsus Lieblingsheilpflanze, das Johanniskraut. Als eine der am besten untersuchten Pflanzen gilt Johanniskraut seit langem als erprobtes Naturheilmittel gegen leichte bis moderate depressive Zustände. Bekanntlich ist „gegen jedes Leiden ein Kraut gewachsen“. Daher besitzt die Pflanzenheilkunde (Phytotherapie) seit vielen Jahrtausenden in der medizinischen Versorgung große Bedeutung.

Unter Phytotherapie versteht man die Behandlung und Vorbeugung von Krankheiten und Befindlichkeitsstörungen durch Pflanzen, Pflanzenteile und deren Zubereitungen wie z.B. Pulver, Tee, Extrakte, Tinkturen oder auch Tabletten. Für moderne aus Pflanzen hergestellte Medikamente gelten die gleichen strengen Qualitätskriterien wie für andere Arzneimittel auch: Wirksamkeit, Qualität und Unbedenklichkeit müssen durch umfangreiche Studien belegt sein.


Breites Wirkungsspektrum

Pflanzenheilmittel (Phytopharmaka) zeichnen sich durch ein breites Wirkungsspektrum aus, weil sie aus einem komplexen Gemisch zahlreicher Wirkstoffe bestehen. Diese greifen an verschiedenen Stellen an, können sich in ihrer Wirkung gegenseitig verstärken oder ergänzen. In Fertigarzneimitteln und Tees werden oft mehrere Heilpflanzen kombiniert, was das Spektrum noch erweitert. Weltweit gibt es etwa 50.000 Pflanzen, die medizinisch genützt werden können. Phytotherapeutika finden nicht nur in Entwicklungsländern großen Zuspruch, sondern auch in westlichen Ländern – hier v.a. als wertvolle natürliche Ergänzung zur Schulmedizin, etwa bei leichten, chronischen oder psychosomatischen Erkrankungen und funktionellen Störungen.
 

Großes Vertrauen und hohe Akzeptanz

Rund ein Viertel bis ein Drittel der Bevölkerung hat innerhalb der letzten zwölf Monate Phytotherapien in Anspruch genommen. Damit liegen pflanzliche Heilmittel im absoluten Spitzenfeld aller abgefragten komplementärmedizinischen Verfahren. Frauen vertrauen eher auf die Heilkraft von Pflanzen als Männer. Die subjektive Einschätzung des Therapieerfolges wurde mit 68 Prozent bzw. 86 Prozent angegeben.
Die breite Wirksamkeit von Phytopharmaka bewährt sich insbesondere bei häufigen Leiden wie Erkältungen, Verdauungsbeschwerden sowie Angst, Unruhe und Schlafstörungen mit ihren individuell sehr unterschiedlichen Auslösern, Verläufen und Erscheinungsbildern .Ein wichtiges Argument für Konsumenten ist die ihrer Meinung nach deutlich bessere Verträglichkeit von Naturheilmitteln.


Bewährte Anwendungsgebiete der Phytotherapie

Pflanzliche Heilmittel bieten insbesondere bei leichten, chronischen oder psychosomatischen Beschwerden und Erkrankungen eine wertvolle, gut verträgliche Hilfestellung, wie z.B.:

  • Erkältungen: Die möglichen Beschwerden reichen von Nebenhöhlenproblemen, Halsweh, Schnupfen bis hin zu Reizhusten – die vielfältigen Effekte pflanzlicher Mittel wie z.B. Pelargonium, Efeu, Isländisches Moos und Eibisch können die unangenehmen Symptome lindern und den Krankheitsverlauf verkürzen.
  • Verdauungsbeschwerden: Auch bei Beschwerden wie Völlegefühl, Übelkeit, Oberbauchschmerzen, Blähungen. So lindern Extrakte aus Artischockenblättern – als Arzneimittel verarbeitet – Druck- und Völlegefühl, Übelkeit, Blähungen, Aufstoßen sowie krampfartigen Beschwerden im Magen- und Darmbereich.
  • Angst, Unruhe & Co.: Kombinationspräparate mit Baldrian und Hopfen bei Ein- und Durchschlafstörungen, ohne tagsüber müde zu machen oder zu einer Gewöhnung zu führen. Passionsblume lindert nervöse Unruhezustände, Lavendelöl hilft gegen ängstliche Verstimmung, Johanniskraut wirkt stimmungsaufhellend bzw. leicht antidepressiv.
  • PMS & Wechselbeschwerden: Der Mönchspfeffer kommt bei menstruationsbedingten Schmerzen und prämenstrualen Syndrom zum Einsatz, die Traubensilberkerze sowie Isoflavone aus Rotklee und Soja lindern Hitzewallungen, Schweißausbrüche und andere Probleme im Wechsel.
  • Blasenbeschwerden & Harnwegsinfekte: Hier hilft die Apotheke Natur mit Arzneimittel aus Kürbis zur Blasenstärkung, sowie Cranberry, Brunnenkresse und Meerrettich bei Harnwegsinfektion.

 

Traubensilberkerze
Traubensilberkerze
Baldrian
Baldrian
Mariendistl
Mariendistl
  • Autor APOMEDICA

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