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Allergiegarten im Kurpark Oberlaa

Gesundheitsstadträtin Sonja Wehsely und Bezirksvorsteherin Hermine Mospointner eröffneten im Kurpark Oberlaa einen Schaugarten über allergieauslösende Pflanzen. Wer schon immer wissen wollte, welche Pflanzen zu welcher Jahreszeit heftige Reaktionen wie Schnupfen, Asthma, verschwollene Augen, Hautausschläge und vieles mehr hervorrufen können, dem bietet der Allergie-Pfad im Kurpark Oberlaa auf einem kurzen Rundgang wichtige Informationen.

"In einem der schönsten Bereiche des Parks kann man an rund 30 Stationen seine Botanikkenntnisse auffrischen und quasi im Vorbeigehen wichtige Informationen über die Pollenflugzeiten und die Allergenität der jeweiligen Pflanzen erfahren", erklärte Gesundheitsstadträtin Sonja Wehsely im Rahmen der Eröffnung. "Der Kurpark im 10. Bezirk ist ein wichtiger Naherholungsraum der Wienerinnen und Wiener und kann mit dem Allergie Pfad auch zu einer aktive Gesundheitsvorsorge beitragen, zeigt sich Bezirksvorsteherin Hermine Mospointner über die "lehrreiche" Aufwertung in diesem Teil des Kurparks sehr erfreut.    

Der Allergiegarten wurde vom Gesundheitsdienst der Stadt Wien (MA 15), der Medizinischen Universität Wien und den Wiener Stadtgärten gemeinsam entwickelt und steht nun mit Saisonstart den ParkbesucherInnen zur Verfügung. Schautafeln geben Auskunft über Besonderheiten, Belastungsausmaß und Kreuzreaktionen mit anderen Pflanzen. Mittels Handycode sind diese Informationen auch in verschiedenen Sprachen abrufbar.    

Wer die Verursacher einer Allergie besser kennt, kann durch gezielte Vorbeugungsmaßnahmen die Natur zu allen Jahreszeiten ohne Einschränkungen genießen. Der Allergie-Pfad kann ganzjährig während der Parköffnungszeiten besucht werden. Nähere Informationen gibt der Gesundheitsdienst der Stadt Wien unter: www. gesundheitsdienst.wien.at.    
 

Gegen Allergien vorbeugen statt unter Symptomen leiden    

Der Pollenwarndienst der Medizinischen Universität Wien (www.pollenwarndienst.at) gibt mit der Gratis Pollen-App über die tagesaktuelle Pollen-Belastung Auskunft. Die Blühbelastung bzw. Pollenbelastung wird auch durch die Wetterlage beeinflusst und kann daher tages- und stundenweise schwanken. Uwe Berger, der Leiter der Forschungsgruppe Aerobiologie und Polleninformation, kann über eine Vielzahl von Bäumen, Gräser und blühenden Pflanzen berichten, bei denen die Eiweißstrukturen der Pollen beim Menschen zu Überempfindlichkeitsreaktionen des Immunsystems führen. "Insgesamt haben wir mehr als 250 Pollen und Sporen in unserer Datenbank, wobei die häufigsten Allergie-Verursacher etwa 20 Partikel-Typen umfassen - wie Birke, Gräser oder Ragweed als bekannteste Vertreter", erklärt Uwe Berger.    

Kennen AllergikerInnen die Ursache ihrer Allergie können sie auch gezielt vorbeugen. Beginnen allergische Symptome mit der Pollensaison, so ist jedenfalls eine fachärztliche Beratung zu empfehlen. Mittels Allergietest kann die Ursache bestimmt werden und damit wird eine gezielte Therapie und Vorsorge möglich. "Leider kommen allergiegeplagte Patienten oft erst nach vielen Jahren mit Symptomen zu einer ersten Beratung, obwohl wir die Pollenallergie heutzutage sehr gut behandeln können", stellt Doz. Dr. Wöhrl vom Allergiezentrum Floridsdorf fest. Ist einmal das genaue Allergen bekannt, wird dann mit PatientInnen gemeinsam die individuelle Behandlung besprochen und festgelegt. Diese kann von der Hyposensibilisierungstherapie bis zu Stand by Medikationen zum Zeitpunkt der höchsten Pollenbelastung reichen. Überblick über die Allergieambulanzen oder Zentren in Österreich bietet die Interessensgemeinschaft Allergenvermeidung I.G.A.V. auf der Homepage

www.allergenvermeidung.org