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Österreicher Antibiotika-kritisch

Jeder geht anders mit einem grippalen Infekt um. Im Bett bleiben? Zum Arzt gehen? Hausmittel oder doch Antibiotikum? Im Durchschnitt ist jeder Österreicher zweimal im Jahr erkältet, fast 30 Prozent sogar drei bis fünfmal.

Grippale Infekte natürlich behandeln

„Die meisten behandeln ihre Erkältung mit rezeptfreien Arzneimitteln, Tees oder altbewährten Hausmitteln, wobei sie sich bei Gebrauch von rezeptfreien Mitteln durchaus von Apothekern beraten lassen. Das ideale rezeptfreie Arzneimittel  wirkt, ist gut verträglich und basiert auf natürlichen Inhaltsstoffen,“ so Dr. Walter Wintersberger, vom SPECTRA Marktforschungsinstitut. Obwohl 95 Prozent der  Atemwegsinfekte viral bedingt sind, werden 80 Prozent der Patienten Antibiotika verordnet. Eine Folge ungezielter Antibiotikagabe sind rapide steigende Antibiotikaresistenzen.

Pflanzenheilmittel stellen bei Erkältungserkrankungen eine probate Alternative dar. Sie sind besonders verträglich und bewirken keine Resistenzen. Besonders in Ländern wie Österreich werden heimische Heilpflanzen wie Salbei, Thymian oder Primel seit Jahrhunderten bei Erkältungskrankheiten eingesetzt.  Univ.-Prof. Mag. pharm. Dr. Wolfgang Kubelka dazu: „Jede Arzneipflanze hat ihre spezielle Wirkstoff-Zusammensetzung, die Inhaltsstoffe wirken nicht wie eine Einzelsubstanz, sondern in ihrer Mischung als ‚Arzneistoff-Cocktail‘.“ Auch Pflanzenextrakte aus anderen Ländern finden den Weg nach Europa – wie etwa die südafrikanische Pflanze Kapland-Pelargonie.

  • Datum 07.04.2014
  • Autor CB