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Informationskampagne 2014

Apotheken bieten die FSME-Impfstoffe bis 31. Juli 2014 zu einem vergünstigten Preis an.

FSME-Impfung

Das Department für Virologie der MedUni Wien meldet für 2013 in Österreich wieder fast doppelt so viele FSME Fälle wie 2012. Konkret 98 im Vergleich zu 52.
Das FSME-Virus ist in Österreich im gesamten Bundesgebiet endemisch verbreitet, wobei hier eine Verschiebung nach Westen zu beobachten ist. Spitzenreiter bei den Erkrankungen ist OÖ mit 32 Hospitalisierungen, gefolgt von Tirol mit 26 FSME-Erkrankungen. In 16 Fällen waren die Betroffenen unter 15 Jahre alt. 

Experten raten zur FSME-Impfung

Wie eine Umfrage der GfK Austria aus dem Vorjahr zeigt, wurden ca. 9 Millionen Zeckenstiche in Österreich von den Betroffenen bemerkt. Andererseits bleiben, so Univ.-Prof. Mag.pharm.Dr. Franz X. Heinz, bis zu 50 Prozent aller Zeckenstiche unbemerkt.

Die Infektionsrate der Zecken mit dem FSME-Virus variiert, laut geltender Lehrmeinung, zwischen 0,1 bis 20 Prozent und kann lokal bzw. regional sehr unterschiedlich sein. Nicht jeder Zeckenstich führt zwangsläufig zu einer Infektion bzw. einem schweren Krankheitsverlauf. Von den Menschen, die von einer FSME-infizierten Zecke gestochen werden, erkrankt etwa jeder Dritte.

"Mittlerweile liegt die Rate der korrekt geimpften Personen in Österreich jedoch nur mehr bei 54 (!) Prozent", warnt Dr. Rudolf Schmitzberger, Impfreferent der Österreichischen Ärztekammer. "Und mehr als eine Million Österreicher sind überhaupt nicht geimpft. Auch bei den Kindern ist der Rückgang dramatisch. In der Altersgruppe bis 15 Jahre sind nur mehr 56 Prozent korrekt geimpft und damit gegen FSME-Schäden geschützt", so Dr. Schmitzberger.

Dabei sind, neben älteren Personen, besonders Kinder gefährdet. "Zecken haben kaum natürliche Feinde", weiß der Stv. Leiter des Institutes für Parasitologie an der Veterinärmedizinischen Universität Wien, Dr. Georg Duscher. "Zecken sind einfach perfekt angepasst. Es gibt sie seit rd. 350 Millionen Jahren. Sie können mehrere Monate bis Jahre ohne Nahrung auskommen!"

"Der einzige Schutz vor einer Infektion mit FSME ist die Impfung", erinnert der Präsident der Österreichischen Apothekerkammer, Mag. Max Wellan. Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) ist nicht behandelbar. Es lassen sich lediglich die Symptome therapieren. Im Sinne der Vorsorge bieten die österreichischen Apotheken deshalb auch heuer wieder die FSME-Impfstoffe bis 31. Juli 2014 zu einem vergünstigten Preis an. Der FSME-Impfstoff für Erwachsene kostet im Aktionszeitraum 33,50 Euro, der Impfstoff für Kinder 28,90 Euro.

 

 

 

  • Datum 19.03.2014
  • Autor ots