Fasten und Genuss

Fasten ist mehr als der Verzicht auf bestimmte Speisen und Genussmittel wie Alkohol, Nikotin, Kaffee und Süßigkeiten. Die ganz persönliche Fastenzeit kann Vitalität und innere Harmonie bringen.

Dr. Eduard Pesina, Präsident der Österreichische Gesellschaft für Gesundheitsförderung, wünscht sich als Ernährungsmediziner, dass mehr seiner Kollegen ihre Patienten zum Fasten ermutigen würden. Nach wie vor ist Skepsis in vielen Fachkreisen und auch der Bevölkerung verbreitet. Vermutlich, weil man beim Fasten schon auch einiges falsch machen kann, berichtet Pesina.

Richtig durchgeführt aber, ist es ein wertvoller Weg seine Selbstwirksamkeit zu spüren. Deshalb empfiehlt der Fastenarzt in Begleitung eines ausgebildeten Fasten- und Gesundheitstrainers oder eines Fastenarztes zu fasten. Damit ist der Erfolg beim Fasten garantiert!
 

Essen! Aber richtig

Dr. Piero Lercher, Sportarzt, Präventiv-, Arbeits- und Umweltmediziner liegt besonders die Qualität der
Lebensmittel am Herzen und vor allem wie sie eingenommen werden. Die gesündeste Mahlzeit in Hektik und in Eile hinuntergeschlungen geht am eigentlichen Ziel vorbei, so der Mediziner. Er spricht von der Bedeutung des bewussten, langsamen Essens und dass dies eine ernst zunehmende Wirkung auf die Gesunderhaltung des Körpers hat.

Beim Fasten wird das Wenige an Nahrung sehr bewusst und langsam genossen, was einen  nachhaltigen Effekt auf das Essverhalten nach der Fastenzeit hat.


Kein Genuss! Ohne Verzicht

Dr. Isabelle Jonveaux, Soziologin am Institut für Religionswissenschaft, Theologische Fakultät Graz, hat sich mit der Frage beschäftigt, warum eine wachsende Anzahl von Menschen aus nicht religiösen Gründen fasten, sich in Klöstern in Askese begeben. Sie hat die Ergebnisse aus ihrer Feldforschung skizziert und u.a. betont, dass der Verzicht ein besonderes Bedürfnis ist, in einer Zeit, wo im Überfluss alles erhältlich ist. Es ist der Verzicht, der echten Genuss erst möglich macht.

 

 

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