Gefragt: Apotheken-Bereitschaftsdienste

Der Beginn der kalten Jahreszeit und die bevorstehenden Weihnachts- und Neujahrsfeiertage stellen die Gesundheitsberufe vor große Herausforderungen in der umfassenden Versorgung der Bevölkerung. Die Apothekerschaft bietet mit ihren „rund-um-die-Uhr“- Bereitschaftsdiensten eine wichtige und bei der Bevölkerung hochgeschätzte Versorgungsleistung für Notfälle an.

Plötzlich Husten und Fieber mitten in Nacht, ein weinendes Baby mit Bauchschmerzen um 23 Uhr oder ein Patient mit dröhnenden Kopfschmerzen: Die Bereitschaftsdienste der Apotheken sind gerade in der kalten Jahreszeit hochgefragt. Weihnachten fällt heuer so, dass die Feiertage von Donnerstag (24.12.) direkt in ein Wochenende münden und somit mehrere Tage hintereinander für Hochbetrieb bei den diensthabenden Gesundheitsberufen sorgen werden. Das gleiche wiederholt sich rund um Silvester. In dringenden Fällen werden Medikamente von der Apotheke bis ans Krankenbett zugestellt. Dabei sind die Apothekendienste so eingeteilt, dass die Wegstrecken für die Patienten möglichst kurz gehalten werden. „Welche Apotheke aktuell Dienst versieht, erfahren Sie telefonisch unter dem Apothekenruf 1455. Diese wichtige Servicetelefonnummer ist aus ganz Österreich rund um die Uhr zum Ortstarif erreichbar“, so Mag.pharm. Max Wellan, Präsident der Österreichischen Apothekerkammer.


Smartphone-Besitzer können sich die nächste dienstbereite Apotheke inklusive der genauen Wegbeschreibung auch über die Apo-App der Österreichischen Apothekerkammer anzeigen lassen. Die Apo-App kann kostenlos unter den Suchbegriffen „Apotheken und Medikamente“ heruntergeladen werden. Auch sämtliche Medikamenteninformationen und Wissenswertes rund um das Thema Gesundheit bietet die App auf einen Blick. Die Bereitschaftsdienste der Apotheken sind weiters unter www.apothekerkammer.at und auf ORF-Teletext veröffentlicht.


105.000 Apotheken-Nachtdienste flächendeckend in ganz Österreich

Die Apothekerinnen und Apotheker versorgen und beraten kompetent, auch in der Nacht und an den Feiertagen, denn die Nachtdienstglocke läutet gerade jetzt in vielen Apotheken bis zu 50 Mal pro Nacht. „In dringenden Fällen werden auch Medikamente von der Apotheke bis ans Krankenbett zugestellt. Somit ist garantiert, dass die Patientinnen und Patienten mit kleinen oder größeren Sorgen in den Apotheken rund um die Uhr das bekommen was sie benötigen – Arzneimittel inklusive Beratung“, so Wellan. Die Bereitschaftsdienste der Apotheken sind eine gesetzlich geregelte Serviceleistung, die derzeit vom Apothekerstand selbst finanziert werden muss und nicht wie die Spitäler- und Ärztenotdienste von der öffentlichen Hand übernommen wird. In Summe kosten die Bereitschaftsdienste den Apotheken rund 33 Millionen Euro jährlich.
 

  • Datum 03.12.2015
  • Autor ÖAK

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