Mutterkraut ist Arzneipflanze 2017

Die Wissenschaft gewinnt ständig neue Erkenntnisse über Wirkstoffe und positive Effekte traditioneller Heilpflanzen. Zur Arzneipflanze 2017 wurde Mutterkraut gekürt. Diese traditionelle Heilpflanze zeichnet sich durch gute Wirksamkeit und ausgezeichnete Verträglichkeit in der vorbeugenden Behandlung von Migräne aus.

Bis ins vorige Jahrhundert wurden in Europa Krankheiten fast ausschließlich mit pflanzlichen Heilmitteln bekämpft. Die Entwicklung synthetischer Arzneimittel ließ sie ein wenig in Vergessenheit geraten – zu Unrecht. Denn aktuelle Forschungsergebnisse belegen, dass Phytopharmaka auch heutzutage einen wichtigen Stellenwert verdienen.
 

Belegte Wirksamkeit pflanzlicher Arzneimittel

Für jedes hierzulande auf dem Markt befindliche Arzneimittel – unabhängig ob synthetischer oder pflanzlicher Natur – muss laut österreichischem Arzneimittelgesetz und gemäß internationalen Richtlinien der Nachweis der Wirksamkeit, der Unbedenklichkeit und der pharmazeutischen Qualität in der definierten Indikation erbracht sein. "Zweifel an der Wirksamkeit von Pflanzenpräparaten, wie sie von Kritikern geäußert werden, sind daher nicht berechtigt", betont Univ.-Prof. Dr. Brigitte Kopp.

 
Neue Initiative der HMPPA

Diese Tatsache ist nicht zuletzt auch den unermüdlichen Aktivitäten der Ende 2006 gegründeten HMPPA zu verdanken. Dieses einzigartige Netzwerk arbeitet mit höchster Kompetenz daran, Naturstoffe und pflanzliche Arzneistoffe zu entwickeln, und diese Erkenntnisse gemeinsam mit Partnern aus Wissenschaft und Wirtschaft zum Wohle der Patienten nach modernsten wissenschaftlichen Standards umzusetzen. Eine neue Initiatve der HMPPA ist die Wahl der Arzneipflanze des Jahres in Österreich nach deutschem Vorbild.
 

Eigenschaften von Mutterkraut

Das Mutterkraut gehört zur Familie der Korbblütler (Asteraceae) und ähnelt in seinem Aussehen der Kamille. "Es wird in England bereits seit Jahrhunderten bei Fieber und Kopfschmerzen angewendet", so Univ.-Prof. Dr. Rudolf Bauer, Universität Graz. Die Hauptinhaltsstoffe sind Sesquiterpenlaktone, ätherisches Öl, Flavonoide sowie lipophile Kaempferolderivate. Die Gesamtheit der Inhaltsstoffe und das Pulver der oberirdischen Teile sind effektiver als die Reinsubstanzen. Mutterkraut wird zur Prophylaxe von Migräneattacken empfohlen.
 

Belegte Wirksamkeit und Sicherheit

Migräne ist ein sehr häufiges Leiden. Betroffen sind etwa zehn Prozent der Bevölkerung, Frauen deutlich häufiger als Männer. Migräne wird von verschiedenen Faktoren, wie Hormonschwankungen, Stress, oder Wetterumschwüngen, ausgelöst oder verstärkt. Mutterkraut setzt ursächlich an den Entstehungsmechanismen der Migräneattacken an: Es hemmt die überschießende Serotoninfreisetzung, normalisiert die Vasomotorik und reduziert die Freisetzung von Entzündungsmediatoren.
In mehreren Studien zeigte Mutterkraut bei Migränepatienten eine gute Wirksamkeit. Bei regelmäßiger Einnahme konnten die Anzahl und die Schwere der Migräneanfälle signifikant gemildert werden. Außerdem kam es zu einer Verbesserung der Begleiterscheinungen wie Übelkeit, Schwindel und Erbrechen. Bei bestimmungsgemäßer Anwendung sind keine Risiken der Einnahme bekannt.
 


Gute Erfahrungen in der Praxis

Univ.-Prof. Dr. Christoph Wöber hebt hervor, dass Mutterkraut gegenüber anderen Substanzen einen entscheidenden Vorteil besitzt: seine exzellente Verträglichkeit.
Bei der Anwendung von Mutterkraut bedarf es etwas Geduld. Denn erst nach etwa sechs Wochen lässt sich erkennen, wie gut die Wirkung individuell ist.
 
 


Weitere Infos: http://www.hmppa.at und http://initiative-natuerlich-gesund.at/

  • Autor Hennrich.PR | HMPPA

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