Welt-Asthma-Tag 2016

Welt-Asthma-Tag 2016: Bewusstsein für die weit verbreitete Lungenkrankheit schaffen und auf Behandlungsmöglichkeiten hinweisen. Denn immer noch befinden sich ca. 80% der Asthmatiker in keinem ausreichend kontrollierten Zustand.

In Österreich sind ca. 5,8 Prozent der Bevölkerung an Asthma erkrankt. Es wird prognostiziert, dass die Zahl der Menschen mit Asthma steigen wird. Für diese Prognose sprechen veränderte Umweltbedingungen (Feinstaub), eine Zunahme von Allergien aber auch Lebensstilfaktoren wie Rauchen.

Patienten mit einer vermehrten Asthmasymptomatik leiden mehrmals pro Woche unter ihren Beschwerden. Diese treten oft auch nachts auf, da die Lungenfunktion in dieser Zeit zusätzlich  vermindert ist. Phasen starker Verschlechterung der Symptome (Exazerbationen) treten bei diesen Patienten häufiger auf und können bei schweren Verläufen sogar mit Krankenhausaufenthalten verbunden sein. „Von einer solchen Form des Asthmas spricht man, wenn die Erkrankung trotz inhalativer Therapie schwer kontrollierbar ist“, erklärt Prim. Univ.-Prof. Dr. Wolfgang Pohl, Krankenhaus Hietzing. Ziel ist es, besonders bei solchen Verlaufsformen das Exazerbationsrisiko zu senken und schwere Exazerbationen zu vermeiden, zumal diese fast immer zu nachhaltigen Schädigungen der Lunge führen.

Bei inhalativen Medikamenten mit Kortison stehen die Hemmung der Entzündungsprozesse in den Bronchien sowie eine Verminderung der Schleimproduktion im Vordergrund. Zusätzlich wird die Empfindlichkeit der Bronchien gegenüber Reizen, die einen Anfall auslösen können, reduziert. „Kortison zählt zur Basistherapie bei Asthma, welches aufgrund der Inhalation in sehr geringen Mengen verabreicht und daher auch ein ebenso geringes Nebenwirkungsrisiko aufweist. Nur in schweren Fällen wird es vorübergehend oder permanent als Tabletten verabreicht“, führt Prof. Wolfgang Pohl weiter aus.


Starke Verschlechterung rasch behandeln

Der Alltag von Patienten mit vermehrter Asthmasymptomatik ist mit Einschränkungen verbunden, zumal die Belastbarkeit dieser Patienten vermindert ist. Bei solchen Patienten sind eine adäquate medikamentöse Versorgung sowie umfangreiche Patientenschulungen unumgänglich. Patienten mit vermehrter Symptomatik, die ein unzureichend kontrolliertes Asthma haben, können ein 2- bis 6-fach erhöhtes Exazerbationsrisiko aufweisen. Seitens der Ärzte und Patienten ist Aufmerksamkeit gefragt, da viele Patienten ihre vermehrten Symptome oft nicht ernsthaft wahrnehmen und dies eine gravierende
Verschlechterung zur Folge haben kann.

Patientenschulung

Patientenschulungen zu Krankheit und Therapie bilden neben der regelmäßigen Einnahme der Asthmamedikation einen wesentlichen Grundpfeiler der Therapiemaßnahmen bei Asthma bronchiale. Dabei wird das Beherrschen der korrekten Inhalationstechnik erlernt. Moderne Inhalatoren verfügen über Feedbacksysteme, bei denen sich die Patienten von der richtigen Einnahme vergewissern können.

  • Datum 28.04.2016
  • Autor Fischill PR Aussendung 27.04.2016

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