Wespen- und Bienenstiche: große Gefahr für 300.000 Österreicher

Aktuell mehren sich wieder die Fälle, in denen Patienten mit einem allergischen Schock nach Insektenstichen in unsere Spitäler eingeliefert werden müssen. Das unterstreicht die Bedeutung einer fachgerechten Diagnostik und der potentiell lebensrettenden Insektengift-Immuntherapie! Der Arzt kann die Allergie bestimmen und Gegenmaßnahmen einleiten.

Etwa 300.000 Österreicher reagieren allergisch auf die Stiche von Bienen und Wespen - diese Allergie sogar lebensbedrohliche Folgen haben. Etwa 3-4 Menschen sterben hierzulande jeden Sommer an den Folgen einem allergischen Schock - Experten gehen sogar davon aus, dass die Dunkelziffer weit höher ist. Doch trotz der akuten Lebensgefahr wird die Allergie nicht ausreichend ernst genommen wird: Nicht einmal jeder fünfte Allergiker sucht Hilfe beim Arzt und nur 2 von 10 werden mit einer Insektengift-Immuntherapie („Allergie-Impfung“) behandelt.
 

Symptome einer Allergie erkennen

Nicht jeder Insektenstich ruft zwangsläufig eine allergische Reaktion hervor. Treten nach einem Bienen- oder Wespenstich eines oder mehrere der folgenden Anzeichen auf sollte ein allergologisch tätiger Arzt konsultiert werden:

  • Hautausschlag an verschiedenen Körperstellen
  • Schwellungen im Gesicht und am Hals
  • Juckreiz an Handinnenflächen oder Fußsohlen
  • Heiserkeit Husten, Atemnot
  • Schwindel und Herzrasen

 

Wer ist besonders gefährdet?

Grundsätzlich kann jeder Mensch, der mindestens einmal in seinem Leben von einer Wespe oder einer Biene gestochen wurde, auch eine Allergie entwickeln. Für bestimmte Personengruppen liegt die Gefahr, dass eine allergische Reaktion heftiger und schwerer verläuft über dem Durchschnitt. Dazu zählen:

  • Asthmatiker
  • Menschen mit Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems
  • Personen, bei denen es bereits in der Vergangenheit zu schweren Stichreaktionen gekommen ist

 

Arzt schafft Klarheit

Wer schon einmal gestochen wurde und unsicher ist, ob eine allergische Reaktion aufgetreten ist, wendet sich am besten an einen allergologisch tätigen Arzt in der Nähe. Die Mediziner fragen dann zum Beispiel, welches Insekt gestochen haben könnte und wie der Patient darauf reagiert hat. Ob eine Allergie besteht, kann der Arzt mithilfe eines Hauttests bestimmen und entsprechende Maßnahmen einleiten.
 

Vorbeugen: Notfallset parat haben und impfen

Allergiker laufen bei jedem erneuten Stich Gefahr, einen potenziell lebensbedrohlichen anaphylaktischen Schock zu erleiden. Sie sollten daher jederzeit – und vor allem im Sommer – ein Notfallset bei sich tragen, das unter anderem Adrenalin zur Selbstanwendung beinhaltet. Eine Insektengift-Immuntherapie – auch „Allergie-Impfung“ genannt – kann darüber hinaus Leben retten. Denn nach dieser Impfung sind etwa 90 Prozent der Patienten beschwerdefrei und ihr Immunsystem reagiert wieder normal. Die Hyposensibilisierung wird von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) als einzig ursächliche Behandlungsmethode empfohlen. Bei entsprechender Diagnose übernehmen alle Krankenkassen die Kosten der Therapie.

Weitere Informationen zur Vermeidung von Stichen und zum Ablauf der Hyposensibilisierung finden Sie unter: www.initiative-insektengift.at

 

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