Burgenland impft gegen Influenza

Die Influenza oder „echte Grippe“ ist eine ansteckende Viruserkrankung, die durch Influenzaviren hervorgerufen wird und jedes Jahr verstärkt in der kalten Jahreszeit auftritt. Insbesondere bei älteren und chronisch kranken Personen, Menschen mit geschwächter Immunabwehr sowie Kleinkindern kann eine Grippe-Erkrankung zu schweren Komplikationen führen. Die Durchimpfungsrate liegt in Österreich allerdings auf einem geringen Niveau.

Burgenland impft gegen Influenza

Mit einer gemeinsamen Kampagne der Burgenländischen Landesregierung, der Burgenländischen Gebietskrankenkasse, der Burgenländischen Ärztekammer, der Österreichischen Apothekerkammer - Landesgeschäftsstelle Burgenland und dem Österreichischen Verband der Impfstoffhersteller unter dem Motto „Burgenland impft gegen Influenza“ soll das Bewusstsein der burgenländischen Bevölkerung in Bezug auf die kommende Grippesaison gestärkt werden, die niedrigen Durchimpfungsraten zum besseren Schutz der Bevölkerung vor einer schweren Grippe- Erkrankung erhöht werden: “Jährlich infizieren sich rund 840.000 ÖsterreicherInnen mit dem Influenzavirus. Aus diesem Grund ist das Ergreifen von Maßnahmen im präventiven Bereich essenziell um vorbereitet zu sein. Eine Möglichkeit sich gegen Influenza zu schützen ist die allseits bekannte Grippeimpfung, die auch den Burgenländerinnen und Burgenländern hilft, nicht an einer langwierigen Influenza zu erkranken“, so Mag. Norbert Darabos, Landesrat für Soziales und Gesundheit in der Burgenländischen Landesregierung


Mit dem Start der Kampagne „Burgenland impft gegen Influenza“ wird die gesamte burgenländische Bevölkerung via Postwurfsendung über die Bedeutung einer Influenza- Schutzimpfung informiert. Zusätzlich werden bei allen Ärzten sowie in den öffentlichen Apotheken Informationsfolder und Aufklärungsposter aufliegen. Jährlich infizieren sich rund 840.000 Österreicher mit dem Influenzavirus Rund fünf bis fünfzehn Prozent der österreichischen Bevölkerung, das sind etwa 840.000 Österreicher, infizieren sich jedes Jahr mit dem Influenza-Virus, viele davon erkranken an der echten Grippe. Gerade für ältere und chronisch kranke Personen ab 65 Jahren, Menschen mit geschwächter Immunabwehr und Kinder können Grippeerkrankungen mit schwerwiegenden Komplikationen einhergehen und mitunter sogar tödlich verlaufen.

Die Schutzimpfung als geeignete Präventionsmaßnahme wird in Österreich leider nur unzureichend in Anspruch genommen. Die Initiative „Burgenland impft gegen Influenza“ zeigt einmal mehr, welche Vorreiterrolle dieses Bundesland in Bezug auf den Stellenwert der öffentlichen Gesundheit einnimmt.“

Vor allem in den Wintermonaten breiten sich alljährlich Grippe-Wellen aus; Grund dafür ist, dass es in geschlossenen Räumen leichter zu einer Ansteckung per Tröpfcheninfektion kommt und viele Personen durch vorangegangene Erkältungen bereits immungeschwächt sind. Die Influenza ist nicht mit einer Erkältung oder einem „grippalen Infekt“ vergleichbar, sondern äußert sich mit einem erheblich schwereren Krankheitsbild. Typische Symptome dafür sind plötzlicher Krankheitsbeginn mit hohem Fieber, Schüttelfrost, Kopfschmerzen, eine akute Infektion der Atemwege, Muskel- und Gliederschmerzen und eine extreme Abgeschlagenheit. Das Virus wird hauptsächlich durch Tröpfcheninfektion übertragen, also beim Husten, Niesen oder Sprechen, aber auch durch Händeschütteln oder Türklinken. Bis zu drei Tage nach Infektion zeigen sich die ersten Symptome der Erkrankung.
 

 

Zusammensetzung der Impfstoffe für die Saison 2015/2016

Influenzaviren, vor allem das Influenzavirus A, können von Jahr zu Jahr mutieren, die Zusammensetzung der Impfstoffe muss daher jedes Jahr, nach den Kriterien der Weltgesundheitsorganisation (WHO) neu angepasst werden:
- H1N1: A/California/7/2009
- H3N2: A/Switzerland/9715293/2013
- B: Phuket/3073/2013

In Österreich stehen heuer neun Impfstoffe (zwischen 19,45 Euro und 47,80 Euro) zur Verfügung, die intramuskulär, intradermal oder intranasal verabreicht werden können. Alle Impfstoffe sind rezept- und apothekenpflichtig.

  • Datum 20.10.2015
  • Autor Cardea GmbH

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