Burgenland impft gegen Meningokokken B-Erkrankung

Eine gemeinsame Kampagne der Burgenländischen Landesregierung, der Ärztekammer, der Apothekerkammer und GlaxoSmithKline Pharma GmbH macht auf die Gefährlichkeit der Meningokokken B - Erkrankung aufmerksam.

Beim gemeinsamen Pressegespräch vom 11. Januar 2017 informierten Gesundheitslandesrat Mag. Norbert Darabos, Impfreferent der Ärztekammer Burgenland Dr. Albrecht Prieler, Apothekerkammerpräsident Mag. Dieter Schmid und Landessanitätsdirektorin Dr. Claudia Krischka vom Amt der Burgenländischen Landesregierung über die Risiken der heimtückischen Krankheit und über die Impfaktion.

Eine Meningokokken B-Erkrankung ist eine sehr schwere Infektionskrankheit, die zu einer Gehirnhautentzündung, einer Blutvergiftung, oder einer Kombination beider Krankheitsbilder führen kann. Verursacher sind Meningokokken-Bakterien, die durch eine Tröpfcheninfektion übertragen werden können. Besonders gefährdet sind Säuglinge, Kleinkinder und Jugendliche 1,2. Nur eine Impfung kann schützen. „Das Land Burgenland hat sich deswegen entschieden, diese Impfung finanziell zu unterstützen und einen Zuschuss zum Impfstoffpreis zu gewähren, um allen Kindern die beste Vorsorge bieten zu können. Burgenland ist das erste Bundesland, das diese Aktion durchführt und somit eine Vorreiterrolle übernimmt“, so Gesundheitslandesrat Norbert Darabos. Eltern von Unter-Einjährigen könnten den Impfstoff gegen Meningokokken B das ganze Jahr 2017 über zum vergünstigten Preis von 56 Euro in den Apotheken erwerben.

 

Lebensbedrohliche Krankheit

Die Meningokokken-Meningitis bzw. -Sepsis kann sehr schnell fortschreiten und innerhalb von 24-48 Stunden lebensbedrohlich sein. Die Ansteckung erfolgt hauptsächlich durch Tröpfcheninfektion. Die meist plötzlich auftretenden Symptome sind Fieber, Erbrechen, Kopfschmerzen, Nackensteife und bei Babys und Kleinkindern Appetitverlust, Durchfall, Reizbarkeit und übermäßiges Weinen 1,2,3,4. Dr. Albrecht Prieler, Impfreferent der Ärztekammer und Facharzt für Kinderheilkunde, rät deshalb zu einer möglichst frühen Impfung. Prieler: „Im Hinblick auf die Dramatik des Krankheitsverlaufes sollten alle Kinder möglichst früh ab dem vollendeten 2. Lebensmonat geimpft werden. Dies stellt die beste Vorsorge dar.“ Weitere Informationen zur Erkrankung erhalten Sie unter www.meningokokken-erkrankung.at bzw. direkt bei Ihrem Kinderarzt.
 

Ziel der Impfaktion

Ziel der Impfaktion ist es die Menschen über die Gefährlichkeit dieser Krankheit zu informieren und die Durchimpfungsrate zu erhöhen, um die Meningokokken-Erkrankungen zu reduzieren. Weiteres soll durch die finanzielle Unterstützung des Landes auch einkommensschwachen Familien die Möglichkeit gegeben werden, ihre Kinder impfen zu lassen. Darabos: „Mit der finanziellen Unterstützung durch das Land Burgenland für die Meningokokken-B Impfung in der Höhe von 20 Euro pro Impfstoffe setzen wir ein Zeichen gegen die Zwei-Klassenmedizin. Wir werden uns aber auch für die Aufnahme in das bundesweite Gratis-Kinderimpfkonzept stark machen. Impfen muss für jeden leistbar sein."
 

  • Autor Mag. Barbara Masser-Mayerl | GSK - GlaxoSmithKline Pharma GmbH

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