Magen-Darmbeschwerden im Alter

In fortgeschrittenem Alter regenerieren sich die Darmwandzellen immer weniger. Es folgen Verstopfungsneigung, Gastritis, Divertikelbildung und entzündlichen Darmerkrankungen.

Wechselwirkungen überprüfen!

Im Alter verlangsamen sich die Lebensvorgänge, die Reparaturfähigkeit nimmt ab und die Fehlerhäufigkeit zu. Davon bleibt auch der Verdauungstrakt nicht verschont. Es kommt zur verzögerten Magenentleerung und zum verlangsamten Transport der Nahrung. Ursache ist die langsamere Eigenbewegung der Muskeln in der Darmwand. Empfehlenswert sind eine ballaststoffreiche Ernährung unter Beachtung des Vitamingehaltes (vor allem Vitamin D) und der Mineralstoffversorgung und Vorsorgeuntersuchungen mit regelmäßigen Darmspiegelungen, um Karzinome noch im harmlosen Frühstadium entfernen zu können.

Tipp vom Apotheker


Jedes Arzneimittel hat Nutz und Risiken. Unter den Arzneimittelnebenwirkungen sind Blutungen im Magen- und Darmtrakt die bedenklichsten. Sie können bei der Kombination von Medikamenten auftreten, die im Alter häufig benötigt werden. Die Tabelle soll Sie sensibilisieren darauf zu achten. Es würde hier zu weit führen auf alle Details der Wechselwirkungen (Arzneimittelinteraktionen) einzugehen. Stattdessen empfehlen wir Ihnen im Sinne einer Sicherheitskontrolle (Medikationsmanagement) ihre Arzneimitteleinnahme in der Apotheke auf Wechselwirkungen überprüfen zu lassen. Bringen Sie dazu die entsprechenden Faltschachteln mit, oder einen Zettel mit den notierten Namen und der Dosierung.

  • Datum 02.06.2014
  • Autor Mag.pharm Dr. Alfred Klement

Weitere Artikel zu diesem Thema:

Wenn der Magen „verstimmt“ ist …

Schlagen Ihnen schwere Speisen schnell auf den Magen? Oder macht sich Sodbrennen bemerkbar? Dann sollten Sie mit Ihrem Apotheker sprechen. Er empfiehlt Ihnen rasch wirksame, verträgliche Präparate und gibt Tipps, wie Sie die Beschwerden vermeiden können.

hier weiterlesen


Der Darm is(s)t lieber vielfältig

Unsere Darmflora ist so individuell wie ein Fingerabdruck. Doch für alle Menschen gilt: Je größer die Vielfalt der Bakterien im Darm, desto stärker unser Schutzschild vor Erkrankungen.

hier weiterlesen


Langer Tag des Darms: Morbus was? Colitis wie?

Rund 1500 Interessierte und Betroffene aus Stadt und Land nutzten am Samstag den Langen Tag des Darms im Wiener MQ, um sich über entzündliche Darmerkrankungen, Dickdarmkrebsvorbeugung, funktionelle Darmerkrankungen, Zöliakie und Intoleranzen zu informieren.

hier weiterlesen


Beschwerden im Oberbauch

Saures Aufstoßen, Brennen unter dem Brustbein, Sodbrennen, rasche Sättigung, Übelkeit, Völlegefühl und Blähungen – all das sind Beschwerden, die dem Oberbauch zuzuordnen sind.

hier weiterlesen


Magen, Darm und die Verdauung: wie wir sie gesundhalten können und worauf wir achten sollten

hier weiterlesen


Darmspiegelung könnte tausende Menschenleben jährlich retten!

Pro Jahr erhalten rund 5.000 Menschen in Österreich die Diagnose Darmkrebs. Dabei könnte eine Darmspiegelung tausende Menschenleben retten. Die – in ganz Österreich engagierte – Selbsthilfegruppe für Darmkrebs-PatientInnen klärt auf.

hier weiterlesen