Diabetes Typ 1 und Typ 2 - wo ist der Unterschied?

Diabetes mellitus, auch als 'Zuckerkrankheit' bekannt, ist eine chronische Störung des Stoffwechsels. Vor allem Typ 2 Diabetes ist vermeidbar! Doch worin liegt der Unterschied zwischen Typ 1 und Typ 2 Diabetes?

Weltweit leben nach Schätzungen mehr als 250 Millionen Diabetiker. Die auch Zuckerkrankheit genannte Stoffwechselstörung Diabetes mellitus (griechisch für "(Honig-)süßer Durchfluss") kann zu schweren Begleiterkrankungen wie Bluthochdruck, Herzinfarkt, Schlaganfall, Nierenerkrankungen und Erkrankungen der Netzhaut führen.    

Mit dem Hormon Insulin regelt der Körper die Aufnahme von Zucker in seine Zellen. Es nimmt damit eine Schlüsselposition im Stoffwechsel ein. Fällt die Produktion von Insulin infolge einer Krankheit aus oder ist reduziert, muss sich der Patient das Hormon zur passenden Zeit selbst spritzen.    

Typ 1 Diabetes


Bei Diabetes Typ 1 fehlt das Hormon Insulin komplett. Betroffene müssen sich daher mehrmals täglich Insulin spritzen. Diabetes Typ 1 tritt häufig bereits im Kindesalter auf, weshalb es früher auch Jugenddiabetes genannt wurde.  In Österreich sind 50.000 Personen betroffen.
 


Behandlung des Typ 1 Diabetes

Diabetes muss unbedingt behandelt werden, da ein zu hoher Blutzuckergehalt (Hyperglykämie) lebensbedrohende Folgen (durch Koma oder durch Spätkomplikationen bedingt) haben kann. Daher beginnen Typ 1-Diabetiker meist sofort nach der Diagnose, Insulin zu spritzen und wenden diese Therapie lebenslang an.

 

 Typ 2 Diabetes

Die meisten Betroffenen haben jedoch die auch Altersdiabetes genannte Zuckerkrankheit Typ 2. In vielen Fällen ist die oft jahrelang unentdeckte Erkrankung eine Folge von falscher Ernährung und zu wenig Bewegung. Der Körper produziert dabei weniger Insulin.    

Die Behandlung von Typ-2-Diabetes beginnt mit einer Änderung des Lebensstils. Reicht das nicht aus, folgen Medikamente zur Förderung der Insulinausschüttung. Erst, wenn diese nicht mehr helfen, erhalten die Patienten Insulin. Typ-2-Betroffene sterben im Schnitt fünf bis zehn Jahre früher, vor allem wegen Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

In Österreich leben derzeit bis zu 500.000 Typ 2 Diabetiker.

 

Die Behandlung des Typ 2 Diabetes

Im Frühstadium lässt sich der Blutzucker durch einen gesunden Lebensstil und Gewichtsreduktion relativ einfach normalisieren. Auf Nikotin sollte unbedingt verzichtet werden. Ist die Erkrankung bereits fortgeschritten, werden Diabetes-Medikamente in Tablettenform notwendig.
Typ 2 Diabetiker müssen nicht von Anfang an Insulin spritzen

 

Symptome erkennen

Das Tückische an Diabetes ist die oft lange Beschwerdefreiheit. Einige Symptome können jedoch frühzeitig auf Diabetes hinweisen. Meist ist es der große Durst, der Patienten als Erstes auffällt. Weitere mögliche Symptome sind

  • Abgeschlagenheit und Leistungsabfall
  • häufiges Wasserlassen, auch nachts
  • Juckreiz
  • Appetitlosigkeit, Gewichtsabnahme oder Heißhunger
  • Sehstörungen
  • Abnehmen von Libido und Potenz bei Männern,
  •  unregelmäßige Periodenblutung bei Frauen
  • erhöhte Infektanfälligkeit, schlechte Wundheilung und Hautinfektionen