Welt-Diabetes-Tag

Seit 1991 wird alljährlich am 14. November, dem Geburtstag von Sir Fredrick Banting, dem Entdecker des Insulins, der Welt-Diabetestag begangen. Eine Kampagne der Diabetes Initiative Österreich will aufklären.

7 Days 4 Diabetes

In den letzten sieben Tagen präsentierte die Diabetes Initiative Österreich (DIÖ) aktuelle Standpunkte zur Betreuungssituation von Kindern, Schwangerschaftsdiabetes, Migration, Bewegung und der Bedeutung der Information und Aufklärung in Bezug auf Diabetes.

Univ. Prof. Dr. Bernhard Ludvik, Präsident der Diabetesinitiative Österreich, meint dazu: „Wir haben die Awareness-Kampagne „7 Days 4 Diabetes“ heuer bereits zum dritten Mal durchgeführt. Unsere Forderungen in Bezug auf den Ausbau der Disease-Management-Programme, der Verfügbarkeit optimaler Therapieangebote für alle Diabetes-PatientInnen oder die Stärkung der Eigenverantwortlichkeit und Gesundheitskompetenz der ÖsterreicherInnen sind im Kern dieselben geblieben. Ich möchte daher mein Angebot erneuern und lade alle Stakeholder zu einem gemeinsamen Dialog ein, um nachhaltig die steigenden Zahl an Diabetes-Neuerkrankungen in den Griff zu bekommen und vernünftige Strategien für die Herausforderungen der Zukunft zu entwickeln. Ein erster Schritt wäre die Errichtung eines nationalen Diabetesregisters!“

 

Platz 13 im Rahmen des Euro Diabetes Indizes 2014


Der im September präsentierte Euro Diabetes Index 2014 der schwedischen Forschungseinrichtung Health Consumer Powerhouse (HCP) habe die österreichische Diabetes-Versorgung unter 30 europäischen Ländern auf dem 13. Platz gesehen. Das österreichische Gesundheitssystem biete durch den einfachen Zugang zu verschiedenen SpezialistInnen und Pflegekräften sowie den richtigen Hilfsmitteln wie Pumpen oder Teststreifen PatientInnen einen angemessenen Rahmen für den Umgang mit ihrer Krankheit.

Allerdings führe Österreich "wie eine erschreckend hohe Zahl europäischer Länder [...] kein nationales Diabetesregister", hieß es in einer Pressaussendung von Health Consumer Powerhouse. Dies schade der Transparenz und mache eine österreichweite Evaluierung schwierig. Ein weiterer Punkt im Euro Diabetes Index 2014: Die Zahl der Sekundärkomplikationen wie Nierenkomplikationen und Fußamputationen liege über dem europäischen Durchschnitt.
 

Bis zu 645.000 DiabetikerInnen in Österreich


Das Bundesministerium für Gesundheit, schätzte die Gruppe der DiabetikerInnen derzeit in Österreich auf 573.000 bis 645.000 Menschen. Davon sind ungefähr 143.000 bis 215.000 Personen undiagnostiziert. Zudem nimmt die Zahl der DiabetikerInnen stetig zu.

Typ-2-Diabetes mellitus etwa bleibt von den Betroffenen in vielen Fällen lange unbemerkt. Dabei ist es verhältnismäßig einfach, über eine Messung des "Langzeit-Blutzuckerwerts", des so genannten HbA1c-Werts, einen klaren Hinweis auf eine Diabetes-Erkrankung zu erhalten. Wer bei einer solchen Messung einen auffälligen Wert aufweist, sollte sich ehest möglich in ärztliche Behandlung begeben.

 

 

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