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Wenn’s beim Harnlassen brennt

Gerade Frauen kennen das oft: Kaum haben sie sich etwas unterkühlt, spüren sie ein äußerst unangenehmes Brennen beim Wasserlassen. Kalte Füße und ein unterkühlter Unterleib begünstigen Harnwegsinfekte, wobei Frauen wesentlich häufiger davon betroffen sind als Männer.

Die weibliche Harnröhre ist kürzer und damit auch der Weg, den die Bakterien zurücklegen müssen, um in die Blase vorzudringen. Typische Symptome sind Schmerzen beim Wasserlassen, starker und häufiger Harndrang, wobei oft nur wenige Tropfen entleert werden, sowie krampfartige Unterleibsschmerzen, die vor allem nach dem Wasserlassen auftreten. Hier sollte auf jeden Fall der Arzt zu Rate gezogen werden. Heilkräuter und ätherische Öle können jedenfalls die Therapie unterstützen.

 
Hat‘s einen einmal erwischt, gehört Trinken zu den wichtigsten Maßnahmen im Anfangsstadium. Nur dann werden die Harnwege gut gespült und Keime ausgeschwemmt. Bestimmte Arzneipflanzen erhöhen die Spülkraft der getrunkenen Flüssigkeit, wie zum Beispiel unsere alt bekannte Brennnessel oder auch die Hauhechel. Die Goldrute wird besonders gerne zur Durchspülungstherapie bei entzündlichen Erkrankungen der ableitenden Harnwege, Reizblase, bei Harnsteinen und Nierengrieß angewendet. Ideal lässt sie sich mit Hauhechel, Birkenblättern und Labkraut kombinieren.

Lassen Sie sich doch Ihren Blasentee vom Apotheker mischen:
Hauhechelwurzel        60 g
Goldrute                       60 g
Labkraut                       40 g
Brennnessel               40 g

Zubereitung: 1 El des Tees mit ¼ l Wasser übergießen, kurz aufkochen, 10 Minuten ziehen lassen, abseihen und schluckweise trinken.
Wiederholen Sie die Anwendung des Tees 2 - 3 x pro Tag über einen Zeitraum von 1 bis 2 Wochen.
Unterstützen können sie die „Trinkkur“ durch Wärme in jeder Form. Schützen Sie sich vor Unterkühlung - achten Sie besonders darauf, dass ihr Lendenwirbelbereich mit Kleidung bedeckt ist und sie nicht barfuss auf kaltem Boden laufen. Auch der gute alte Thermophor hilft gerade bei krampfartigen Beschwerden hervorragend.

 

Probieren Sie auch mal die heilsame Wirkung ätherischer Öle. Ein warmer Wickel mit krampflösendem Lavendel- und keimhemmendem Eucalyptusöl tut nicht nur gut. Die ätherischen Öle werden über die Haut resorbiert, gelangen so direkt an den Ort des Geschehens und können ihre Wirkung optimal entfalten.
Nehmen Sie ein sauberes Leinentuch (z.B. Geschirrtuch), falten Sie dieses zu einer Größe von ca. 20x15 cm. Vermengen Sie 3 El Olivenöl mit 2 Tropfen Lavendelöl und 3 Tropfen Eucalyptusöl. Machen Sie das Leinentuch mit warmem Wasser nass, winden es gut aus und  verteilen Sie das Öl auf dem gefalteten Tuch. Dieses nun direkt auf Höhe der Blase auflegen, einen warmen Thermophor darauf geben und mit einem Badetuch oder Wollschal anwickeln. Achten Sie darauf, dass die Temperatur nicht zu heiß ist. Des Weiteren ist wichtig, dass der die Füße warm gehalten werden. Sollten diese kalt sein unbedingt ebenfalls mit einer Wärmflasche einpacken. Den Wickel nun 20 bis 30 Minuten belassen. Sollte er sich schon zuvor kühl anfühlen, sogleich abnehmen.

Wie Sie noch unterstützen können? Meiden Sie in den Phasen des Infektes übermäßigen Konsum von Süßem, Kaffee und scharfen Gewürzen. Gut sind gerade jetzt Lauchoder auch Kohlgemüse zum Beisoiel in Form von Suppen. Sie stärken den Nierenmeridian und helfen so rascher zu genesen.
 

Blasenschwäche

















Zur Verfügung gestellt von vielgesundheit.at

  • Datum 03.10.2014
  • Autor Prof. Dr. med. Andrea Dungl-Zauner und Mag. pharm. Claudia Dungl

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