Dungl-Tipp: Halten Sie Ihr Herz jung!

Kommen Sie bei körperlichen Belastungen rasch aus der Puste? Fühlen Sie sich nach einfachen Tätigkeiten bereits erschöpft? – Das kann ein Hinweis auf eine Herzinsuffizienz sein. Deshalb: Sorgen Sie früh genug dafür, dass Ihr Herz jung und fit bleibt.

Ist ein Herz einmal geschwächt, so ist es durch mangelnde Pumpleistung nicht mehr in der Lage, das Gewebe des Körpers mit genügend Sauerstoff zu versorgen. Durch den normalen Alterungsprozess verlieren auch die Blutgefäße des Herzens sowie die Herzklappen an Elastizität. Die Gefäße werden zusätzlich durch Einlagerungen enger und starrer, die Versorgung des Herzmuskels ist nicht mehr optimal gegeben. Selbstverständlich ist bei Erkrankungen des Herz- Kreislauf- Systems unbedingt der Arzt zu Rate zu ziehen, denn nur er kann im Einzelfall entscheiden, welche Maßnahmen in welchem Stadium der Erkrankung ergriffen werden müssen. Diese Therapie kann man aber durch eine entsprechend gesündere und ausgeglichene Lebensweise extrem unterstützen; außerdem kann man damit sogar erreichen, dass man die Dosierung jener Arzneimittel, die man einnehmen muss, senken kann.

Vorbeugen ist besser …

Die beste Vorbeugemaßnahme ist nach wie vor regelmäßig Bewegung. Normale, doch aktive Bewegung – sie sollte so intensiv sein, dass man gerade noch sprechen kann - senkt deutlich die Sterblichkeit, bestätigen Wissenschaftler in einer kürzlich veröffentlichten Studie. So können 75 Minuten flottes Gehen pro Woche bereits eine Lebensverlängerung von 1,8 Jahren bedeuten. Nicht verwunderlich, wird durch aktive Bewegung das Herz trainiert und eine bessere Sauerstoffversorgung erzielt.

„Man ist, was man isst.“

Ebenso hilfreich für das Herz ist eine gesunde Ernährung. Nehmen Sie doch mal Ihren Speiseplan genauer unter die Lupe. Tatsache ist, dass alle Nahrungsmittel, die reich an gesättigten Fettsäuren
sind – das sind meist tierische Produkte - den Cholesterinwert erhöhen und somit auch das Herz-Kreislauf-Risiko. Bedenken Sie Fett ist nicht gleich Fett - es unterscheidet sich wesentlich durch die Zusammensetzung der Fettsäuren: Besonders hervorzuheben sind da die einfach ungesättigten Fettsäuren, die vor allem in Olivenöl, Rapsöl und Avocados enthalten sind. Sie bewirken den Anstieg des „guten“ HDL- Cholesterins und eine Senkung des Gesamtcholesterins und schützen dieses vor Oxidation. Leinöl ist übrigens ein besonders wertvolles Öl in gesundheitlicher Hinsicht. Deshalb wird ja auch immer die mediterrane Ernährung propagiert, die aus einem geringen Anteil an gesättigten Fettsäuren besteht. Der positive Effekt dieser Kost ergibt sich aus der hohen Zufuhr an einfach und  mehrfach ungesättigten Fettsäuren, bei optimaler Relation zwischen Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren, antioxidativen Vitaminen, sekundären Pflanzenstoffen und moderatem Konsum von Wein. Durch Fisch, besonders Seefisch wie Makrele, Lachs oder Thunfisch führen sich die  Mittelmehrbewohner auch vermehrt die wertvollen Omega-3-Fettsäuren zu. Fischreiche Kost kann das Herzinfarkt-Risiko um die Hälfte reduzieren. Bevorzugen Sie aber unbedingt Biofisch und Wildlachs. Da es in unseren Breiten nicht so einfach ist, so oft Fisch auf den Tisch zu bringen, gibt es in der Apotheke auch entsprechende Nahrungsergänzungsmittel. Auch die asiatische Küche, in der Reis und Soja, Gemüse und Fisch dominieren, ist für Herz und Kreislauf ausgesprochen gesund.

 

„Herzgesunde“ Arzneipflanzen

Selbstverständlich gibt es auch für´s Herz Kräuter aus der Naturheilkunde zur Unterstützung. „Der Weißdorn hilft dem alternden Herzen.“ ist ein Spruch, der sich schon über viele Jahrhunderte bewahrheitet, z.B. bei Hildegard von Bingen. Die im Herbst fleischigen Scheinfrüchte sind meist rot gefärbt. Medizinisch verwendet werden die getrockneten, blühenden Zweigspitzen. Weißdornblätter mit Blüten enthalten als wirksame Inhaltsstoffe so genannte oligomere Procyanidine und Flavonoide; diese bewirken eine leichte Steigerung der Herzleistung durch Erhöhung der Schlagkraft und Erniedrigung des peripheren Widerstandes, wobei die Schlagfrequenz nur unwesentlich beeinflusst wird. Ferner wird die
Durchblutung des Herzmuskels und der Herzkranzgefäße gefördert und die Toleranz gegenüber  Sauerstoffmangel erhöht. Weiterhin besitzen solche Extrakte antioxidative, entzündungshemmende und antiarrhythmische Eigenschaften, d.h. sie fördern die gleichmäßige Herzleistung und helfen, krankhafte Veränderungen zu verhindern.

  • Datum 16.11.2015
  • Autor Prof. Dr. med. Andrea Dungl-Zauner und Mag. pharm. Claudia Dungl

Prof. Dr. med. Andrea Dungl-Zauner<p> & Mag. pharm. Claudia Dungl

Prof. Dr. med. Andrea Dungl-Zauner &
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