Dungl-Tipp: Die Naturapotheke gegen Sportverletzungen

Nach längeren sportlichen Belastungen kann es auch schon mal zu Problemen kommen. Schürfwunden, Zerrungen, Muskelschmerzen sind immer wieder unangenehme Begleiterscheinungen.

Aber auch hier hat die Natur einiges zu bieten, was uns hilft, rasch wieder schmerzfrei zu werden.

Johanniskraut gegen Schmerzen

Johanniskraut hat seinen Ruf, ein universell einsetzbares Heilkraut zu sein. Neueste Erkenntnisse der Universität Freiburg bestätigen seine unterstützende Wirkung bei der Schmerztherapie. Legen Sie  einfach einen Johanniskrautöl-Fleck äußerlich auf die schmerzenden Muskeln auf: Tränken Sie hierfür ein entsprechend großes Stück Watteflies oder Flanelltuch mit Johanniskrautöl und legen Sie es auf die schmerzende Stelle. Darauf legen Sie eine Wärmepackung oder noch besser einen Heublumensack. Nach 20 min. sind die Schmerzen deutlich schwächer.

Arnika bei Muskelzerrung & Co.

Arnika, auch Bergwohlverleih, wirkt durchblutungssteigernd auf die peripheren Gefäße und  entzündungshemmend. Man behandelt mit ihr nicht nur Blutergüsse, Quetschungen und Prellungen sondern auch Muskelzerrungen und Verstauchungen. Die Anwendung erfolgt in Form von Umschlägen – 1 EL Tinktur auf ¼ l Wasser – und Einreibungen. Da es auf Arnika eine relativ hohe Allergiebereitschaft wegen des enthaltenen Helenalins gibt, muss damit vorsichtig umgegangen werden; am besten man macht den Hauttest in der Ellenbeuge.

Blasenpflaster = Blasenprävention

Eine der wohl häufigsten kleinen Verletzungen, die aber den Beginn vieler Probleme (bis hin zum Rotlauf) darstellen kann, ist die Blase. Blasen entstehen im Wesentlichen durch Reibung, z. B. von Schuhen. Vorbeugend verwenden Sie am besten spezielle Blasenpflaster. Sie verringern den Druck und die Reibung und lindern den Schmerz. Wenn Sie nichts dergleichen dabei haben, kann auch ein Tape- oder Leukoplaststreifen die Reibung mindern. Ein Abpolstern mittels Schaumgummi kann bei  zusätzlichem Druck sinnvoll sein. Haben Sie trotz aller Vorsichtmaßnahmen eine Blase bekommen, so sollte sie nicht geöffnet werden. Vorzugsweise deckt man sie in geschlossenem Zustand mit einem Blasenpflaster ab.
Ist sie bereits geöffnet, so muss man sie wie eine Wunde steril abdecken. Jede Wunde sollte immer  zuerst gründlich gereinigt und desinfiziert werden. Je nach Größe der Wunde eignen sich  Wundschnellverbände oder sterile Kompressen, die mit einer Mullbinde, Pehahaft oder einer Coban-Bandage fixiert werden.

 

Ringelblume bei Verletzungen der Haut

So wie Arnika hat auch die Ringelblume (Calendula) in der frühen Naturheilkunde ihre Geschichte. Sie wurde bereits zu Zeiten des römischen Arztes Dioskurides als Heilmittel für alle erdenklichen Verletzungen und Schädigungen der Haut und des Gewebes verwendet. Für Umschläge verwendet man am besten Ringelblumentee.

Hierfür 1 EL Ringelblumenblüte mit ¼l kochendem Wasser 10 min ziehen lassen und den überkühlten Tee mit je einem Tropfen Nelken- und Pfefferminzöl versetzen. Die Ringelblumensalbe – erhältlich in Ihrer Apotheke – eignet sich ebenso für Wunden mit verzögerter Heilungstendenz. Verstärken können Sie die Wirkung durch Zusatz von Nelken und Pfefferminzöl (je 0,2%).

  • Datum 17.04.2015
  • Autor Prof. Dr. med. Andrea Dungl-Zauner und Mag. pharm. Claudia Dungl

Prof. Dr. med. Andrea Dungl-Zauner<p> & Mag. pharm. Claudia Dungl

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