Dungl Tipp: Kein Stress mit dem Stress!

Ständig abgeschlagen müde und leer, kaum begegnet man einer Schnupfennase, hat man schon die nächste Verkühlung, die Gelenke schmerzen, ohne dass man ihnen eine größere Belastung zugemutet hat – ganz unterschiedliche Probleme, und doch können sie mit ein und derselben Ursache zusammenhängen: dem oxidativen Stress, verursacht durch Freie Radikale.

Üblicherweise helfen Freie Radikale, also bestimmte aktive Sauerstoffmoleküle, dem Körper, z.B. um schädliche Erreger zu inaktivieren. Ein Übermaß an freien Radikalen verhindert allerdings, dass genügend Energie in der Zelle gebildet wird und kann sogar Zellstrukturen schädigen und zum Zelltod führen. Üblicherweise ist das Zellsystem so ausgeklügelt, dass die reaktiven Sauerstoffmoleküle in Schach gehalten werden. Sind allerdings nicht ausreichend Antioxidantien vorhanden, so beginnt eine Kettenreaktion, die sich rasch wie ein Buschfeuer ausbreitet.

Schützen Sie sich rechtzeitig

Das beste Mittel um den Zellstoffwechsel im Gleichgewicht zu halten, ist rechtzeitig gegenzusteuern.

Essen Sie bunt!

Gelbes, rotes und dunkelgrünes Obst und Gemüse sind bekannt dafür, dass es reich an antioxidativen Substanzen ist. Ob Heidelbeeren, Brombeeren oder auch Holler, bekannt für ihren Reichtum an Oligomeren und Procyanidinen, Kürbis mit Lutein und Zeaxanthin oder auch Brokkoli mit seinen Senfölglycosiden – die „Helfer“ aus der Natur können massiv zum Schutz der Zelle beitragen. Aber auch das Zusammenspiel der ungesättigten Fettsäuren ist für das Wohl der Zelle wichtig. Omega-3- und Omega- 6-Fettsäuren brauchen ein optimales Verhältnis, um Ihren Körper vor z.B. Entzündungsprozessen zu schützen. Da in unseren Breitengraden die Zufuhr an Omega-6-Fettsäuren normalerweise reichlich ist, achten Sie verstärkt auf die Zufuhr der Omega-3-Fettsäuren. Sie kommen besonders in fetthaltigen Fischen wie Lachs oder auch im Leinöl in großer Menge vor, wobei Zuchtlachs äußerst kritisch zu sehen ist. Sollten Sie Ihren Omega-3-Fettsäurenbedarf mit der Nahrung nicht abdecken können – was in Österreich nicht unüblich ist –, so gibt es in Ihrer Apotheke entsprechende, hochwertige Fischöl-Präparate.

 

Bewegen Sie sich mit Maß und Ziel!

Bewegung ist gesund, ganz klar. Doch seien Sie sich bewusst, dass Sie sich auch beim Sport oxidativem Stress aussetzen können. Besonders wenn Sie am „Limit laufen“ und sich keine Regenerationszeiten gönnen, können Ihre Zellen der Übermacht an freien Radikalen nicht mehr Herr werden. Fühlen Sie sich innerlich leer, so „quetschen“ Sie sich nicht noch zusätzlich aus! Gönnen Sie sich einfach einen Spaziergang an der frischen Luft, tanken Sie Kraft an der schönen  Herbststimmung, um so nächstes Mal wieder mit Genuss Ihr übliches Programm umzusetzen.


 


TIPP

Rotkrautrouladen mit Bulgur-Quinoafüllung und Lachsfilet

150 g Bulgur-Quinoa-Mischung, 1 Zwiebel, 1 EL Rapsöl, ¼ l Gemüsebrühe, Petersilie, Salz, Majoran, 1 Ei, 150 g Tofu, 1 Kopf Rotkraut, ¼ l Apfelsaft, 500 g Lachsfilet, 1 EL Zitronensaft, Kräutersalz, Basilikum

Würfelig geschnittene Zwiebel in Öl andünsten, Bulgur- Quinoa-Mischung zugeben – kurz anrösten und mit Gemüsebrühe aufgießen, weich kochen. 8 größere Krautblätter zum Rollen vorbereiten (Strunk ausschneiden). Das restliche Rotkraut in 1 cm große Würfel schneiden. Nun Tofu reiben und mit Ei und  geschnittener Petersilie sowie der Getreidemasse vermischen, mit Sojasauce und etwas Majoran abschmecken und die Rotkrautwürfel drunter mischen. Diese Masse auf die Rotkrautblätter verteilen und einrollen, mit Zahnstochern befestigen. Das Ganze mit Apfelsaft übergießen und ca. 30 min. zugedeckt dünsten lassen. Währenddessen das Lachsfilet abspülen, trocken tupfen und in mundgerechte Stücke schneiden. Mit Kräutersalz würzen, mit Zitronensaft beträufeln. Auf eine mit Olivenöl befettete Folie geben, nochmals mit etwas Öl beträufeln und mit der Folie verschließen. Während der Reis köchelt, das „Packerl“ 20 Minuten im Rohr bei 200°garen.

  • Datum 04.01.2016
  • Autor Prof. Dr. med. Andrea Dungl-Zauner und Mag. pharm. Claudia Dungl

Prof. Dr. med. Andrea Dungl-Zauner<p> & Mag. pharm. Claudia Dungl

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