Dungl-Tipp: Fieberblasen – was dagegen hilft

Fieberblaseninfektionen mit dem Virus Herpes-simplex erfolgen meistens schon in der Kindheit. Bei der Erstinfektion treten praktisch nie Fieberblasen auf. Dennoch siedelt sich das Virus in den Ganglien der Nervenzellen an. Ist das Immunsystem geschwächt, so kann das Herpesvirus aktiv werden.

Die häufigsten Auslöser sind eine einfache Erkältung oder ein stärkerer Sonnenbrand sowie Stress im Alltag. Meist verschwinden die lästigen Bläschen nach einer Woche bis zehn Tagen von selbst ohne Narben. Bei gesunden Menschen ist der Verlauf mild. Für Menschen mit  einer Immunschwäche (z. B. HIV-Infektion, Chemotherapie) kann eine Herpes-Episode sehr schwere Folgen haben. Um einen Ausbruch der Infektion zu verhindern, stärken Sie Ihr Immunsystem und  eiden  Sie übermäßigen Stress. Entsprechende Lippenpflege und guter Sonnenschutz mit hohem Lichtschutzfaktor ist auf jeden Fall zu empfehlen. Außerdem hilft alles, was die Abwehrkräfte unterstützt.

Stärken Sie Ihr Immunsystem!

Jeder Österreicher erleidet im Durchschnitt  zumindest eine Erkältung pro Wintersaison. Die wichtigste Voraussetzung, um ohne Schnupfen bestehen zu können, ist ein gegen Viren gewappnetes Immunsystem. Vitalstoffreiche frisch zubereitete Mahlzeiten bilden den Grundstock gesunder Abwehr.  Ergänzend sind auch folgende Maßnahmen zielführend.:

Frischluft

Achten Sie darauf, dass die Räume gut durchlüftet sind. Denn trockene und vor allem verrauchte Luft belastet die Atemwege.

Wechselbäder

Nach dem Duschen die Arme kalt abbrausen und danach warmreiben. Abgehärtete können auch  Nacken und Gesicht abschrecken. Wichtig, danach auf jeden Fall noch 15 Minuten im Warmen bleiben.

 

Sauna

Regelmäßiges Schwitzen in der Sauna soll die Anfälligkeit für Erkältungen reduzieren. Falls Sie  ätherische Öle verwenden, geben Sie diese nicht direkt auf den Ofen, sondern stellen sie in einer mit  Wasser gefüllten Holzschale auf die oberste Stufe. Dadurch entweichen die Wirkstoffe sanft und  kontinuierlich und reizen nicht die Schleimhäute.

Überwärmungsbäder

Mischen Sie Eukalyptus- oder Latschenkieferölzusätze in das Badewasser. Dann die Wassertemperatur 20 min. lang sanft steigern. Danach in ein Leintuch einwickeln und ins Bett legen. Achtung:  Überwärmungsbäder können den Kreislauf schwächen.

Wasserschalen

Mit Pfefferminz-, Thymian- oder Eukalyptusölen gefüllt, desinfizieren sie die Luft in den Räumen und  wirken gleichzeitig dem Austrocknen der Atemwege entgegen.

Und wenn Fieberblasen dennoch  auftreten?

Aus der Pflanzenwelt eignet sich nach westlicher Medizin ein Extrakt der Melissenblätter. Es enthält  antivirale Rosmarinsäure, welche Viren schädigt und auch die Anlagerung der Viren an die Zellen  verhindert. Am besten bei den ersten Anzeichen eine Salbe mit Melissenextrakt mehrmals täglich auf die  befallenen Stellen auftragen. Aus chinesischer Sicht sind Zi Su Ye (Schwarznessel, Folium Perillae - 3 - 10 g) mit Bo He (Ackerminze, Herba Menthae – 8-15 g) geeignet Fieberblasen zu vertreiben.

  • Datum 02.02.2016
  • Autor Prof. Dr. med. Andrea Dungl-Zauner und Mag. pharm. Claudia Dungl

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