Dungl-Tipp: Gute Nacht

Nicht einschlafen oder noch schlimmer mitten in der Nacht munter werden und sich stundenlang im Bett wälzen kostet einiges an Kraft. Ein Problem, das nicht von Berufs- oder Altersgruppen abhängig ist, denn nicht nur gestresste Menschen leiden unter Schlaflosigkeit.

Neben dem beruflichen Stress und persönlichen Problemen gibt es nämlich noch eine Unzahl anderer Ursachen für Unruhe in der Nacht. Hierzu zählen neben organischen Störungen und einem schnarchenden Bettgenossen falsche Ernährung, Bewegungsmangel, Raumklima, das Bett, Elektrosmog, Allergien und die Atmung. Die Nacht ist die Zeit, um Kräfte zu sammeln. Kein Wunder, immerhin verbringen wir ein Drittel des Lebens im Schlaf, durchschnittlich sechs bis acht Stunden täglich. In diesen Stunden tanken wir so viel an körperlicher und seelischer Energie, dass wir die  restlichen zwei Drittel des Lebens davon profitieren können. Wichtige Funktionen und Organe regenerieren genau zu dieser Zeit. So zum Beispiel Immun- und Nervensystem, Knorpel und  Bandscheiben u.v.m.

Geben Sie Ihrem Schlaf eine Chance

Um zu tieferem Schlaf zu gelangen, ist eine gute Schlafhygiene wichtig. Meiden Sie daher besonders:

  • Kaffee nach 15 Uhr
  • Zu spätes Essen, schwer verdauliche Speisen, zu viel Rohkost abends
  • Arbeiten am Computer oder Fernsehen direkt vor dem zu Bett gehen
  • Kalt-blaues Licht
  • Funkstationen von Hausanlagen, Elektrogeräte im Schlafbereich
  • Grelle Farben sind kontraproduktiv – ein helles Grün, Lichtblau und auch Rosa, besser noch Pfirsichrosa sind gute schlaffördernde Wandfarben.

Achten Sie auf:

  • Gutes Durchlüften vor dem Schlafengehen
  • Richtige Matratzen – Härtegrad
  • Atmungsaktive Bettwäsche
  • Ungestörte Schlafumgebung


Ihren Schlaf können Sie durch einfache Maßnahmen ausgezeichnet unterstützen: Ein Spaziergang an der frischen Luft bildet einen angenehmen Ausklang des Tages. Achten Sie am Abend auf kleine ausgewogene Mahlzeiten; Kohlenhydrate wie gekochter Reis mit kurz gedünstetem Gemüse sind Wurst- oder Käsebrot allemal vorzuziehen. Allerdings denken sie daran: Auch Hunger hindert uns an tiefem Schlaf. Da der Schlaf-Wachrhythmus auch durch das Licht gesteuert wird, kann z.B. grelle Straßenbeleuchtung von Außen stören. Wer keine Jalousien hat, kann sich auch einfach einer Schlafbrille bedienen. Diese dunkelt das Auge komplett ab, der Schlaf wird dadurch tiefer, die notwendige Melatoninausschüttung wird gesteigert. Oberstes Gebot: Spätestens eine Stunde vor dem Schlafen gehen sollten Sie zur Ruhe kommen!

Wirksame Einschlafhilfen

Wenn diese einfachen Dinge nicht helfen, gibt es noch einiges, wodurch Sie Ihren Schlaf unterstützen können. Zu den wirksamen Einschlafhilfen zählt der Hopfen. Er wird wegen seiner schlaffördernden, entspannenden, und leicht krampflösenden Wirkung eingesetzt, meist in Kombination mit anderen Arzneipflanzen wie zum Beispiel Melisse, Baldrian und Passionsblume. Diese Mischung hilft besonders bei innerer Unruhe und Stress. In Ihrer Apotheke finden Sie entsprechende Heilpflanzenpräparate in der notwendigen Qualität, oder Sie lassen sich in Ihrer Apotheke eine passende Teemischung zusammenstellen. Dabei können auch Ihre geschmacklichen Vorlieben z.B. durch Zugabe von Zitronenverbene oder Orangenblüten berücksichtigt werden.
Bei nervöser Erschöpfung untertags zum Beispiel hilft eine Mischung aus
30 g Hopfenzapfen
30 g Baldrianwurzel
20 g Melisse
20 g Passionsblume

Von dieser Mischung 1 EL mit ¼ l kochendem Wasser übergießen, 10 min. ziehen lassen und 2 Tassen leicht mit Honig gesüßt über den Tag verteilt trinken.

  • Autor Prof. Dr. med. Andrea Dungl-Zauner und Mag. pharm. Claudia Dungl

Prof. Dr. med. Andrea Dungl-Zauner<p> & Mag. pharm. Claudia Dungl

Prof. Dr. med. Andrea Dungl-Zauner &
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