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Bekämpfung der Ebola Epidemie

Insgesamt sind nach WHO-Angaben mehr als 1.350 Menschen an Ebola gestorben. Es wurden etwa 2.500 Erkrankungen und Verdachtsfälle registriert. Derzeit arbeitet die WHO an einer Strategie zur Bekämpfung der Epidemie.

WHO arbeitet an Strategie

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) entwickelt nach Angaben einer Sprecherin derzeit eine Strategie für den Kampf gegen die Ebola-Epidemie in Westafrika. Darin würden konkrete Maßnahmen festgelegt, wie die WHO und ihre Partner in den kommenden sechs bis neun Monaten vorgehen sollten, sagte Fadela Chaib am Freitag vor Journalisten in Genf.    

Auf die Frage, ob der genannte Zeithorizont bedeute, dass die WHO mit einer Dauer der Epidemie bis 2015 rechne, sagte sie: "Niemand weiß, wann dieser Ebola-Ausbruch gestoppt sein wird." Die westafrikanischen Staaten Liberia, Guinea und Sierra Leone sind am schwersten von der Ebola-Epidemie betroffen. Im bevölkerungsreichsten Land Afrikas, Nigeria, ist es bisher nach ersten Fällen offenbar gelungen, eine stärkere Verbreitung der Viruserkrankung zu verhindern.    

Insgesamt sind nach WHO-Angaben mehr als 1.350 Menschen an Ebola gestorben. Es wurden etwa 2.500 Erkrankungen und Verdachtsfälle registriert. Die Weltgesundheitsorganisation will sich Anfang September (4. und 5. September) mit möglichen Behandlungen des Ebola-Virus befassen. Mehr als 100 Experten sollen experimentelle Therapien und Vakzine diskutieren und überlegen, wie die Studien mit diesen Präparaten vorangetrieben und die Produktion neuer Mittel beschleunigt werden könnte.    
 

Ein Beispiel dafür ist das Präparat "ZMapp" aus monoklonalen Antikörpern. Es wurde bisher bei sechs Patienten angewendet. Obwohl in den vergangenen Tagen zwei US-Patienten, ein Arzt und eine Krankenschwester jene Klinik, in der sie in den Vereinigten Staaten damit behandelt worden waren, genesen verlassen konnten, weiß niemand, ob das auch auf das Mittel zurückzuführen war. Es fehlt dazu einfach der Beweis in wissenschaftlichen Studien.    

 Mittlerweile hat auch der Senegal wegen der Ebola-Epidemie am Donnerstag seine Grenzen zu dem stark betroffenen Nachbarstaat Guinea geschlossen. Wie das Innenministerium mitteilte, gilt die Maßnahme für die Landesgrenze sowie für Flugzeuge und Schiffe aus der Republik Guinea, Sierra Leone und Liberia. Zuvor hatte bereits Südafrika seine Grenzen für Reisende aus den drei Ländern geschlossen.    

In der Demokratischen Republik Kongo sind seit dem 11. August 13 Menschen an den Folgen eines hämorrhagischen Fiebers "unbekannter Herkunft" gestorben. Das teilte das Gesundheitsministerium des Landes in der Nacht auf Freitag in Kinshasa mit. Die Patienten litten demnach an dem Fieber, an Durchfall und Erbrechen. Im Endstadium hätten sie Schwarzes erbrochen.    

Rund 80 Menschen, die mit den Kranken in Kontakt kamen, werden den Angaben zufolge zu Hause in der Provinz Equateur im Nordwesten des Landes überwacht. Bei der Erstinfizierten habe es sich um eine Schwangere gehandelt, alle später an dem Fieber Verstorbenen hätten mit ihr Kontakt gehabt, so das Ministerium.

  • Datum 25.08.2014
  • Autor APA