Eierstockkrebs: selten aber gefährlich!

Jährlich erkranken in Österreich rund 700 Frauen neu an Eierstockkrebs. Die Diagnose wird häufig in einem fortgeschrittenen Stadium gestellt, da die Erkrankung lange Zeit nur sehr unspezifische Symptome macht. So kann etwa der Bauchumfang etwas zunehmen oder es treten Verdauungsbeschwerden auf.

„Eine Früherkennung des Ovarialkarzinoms ist bislang noch nicht möglich“, bedauert Univ.-Prof. Dr. Christian Marth, Vorstand der Universitätsklinik für Gynäkologie und Geburtshilfe an der Medizinischen Universität Innsbruck. „Auch ein jährlich durchgeführter vaginaler Ultraschall garantiert keine frühe Tumorerkennung.“ Dennoch sagen ExpertInnen, dass es sinnvoll ist, jährlich eine Ultraschalluntersuchung der Eierstöcke vornehmen zu lassen, damit Veränderungen so früh wie möglich entdeckt werden können.

Wenn bei einer Frau die Diagnose „Eierstockkrebs“ gestellt wird, ist die Angst selbstverständlich oft groß: vor der Erkrankung, vor der Behandlung, vor den Folgen dieser Krankheit. Nicht immer können Ärztinnen und Ärzte alle Fragen sofort beantworten, sei es, weil noch nicht alle Befunde vorliegen, sei es, weil Betroffenen Fragen erst dann einfallen, wenn sie die Arztpraxis verlassen haben. Die Initiative „Sie&Sie – Frauen der Tat“ des Pharmaunternehmens AstraZeneca liefert mit zwei aktuellen, soeben erschienen Broschüren, Antworten auf viele Fragen rund um die Erkrankung, die Behandlung und viele weitere Themenkomplexe, die mit der Krankheit in Zusammenhang stehen.
 

Infos rund um Eierstockkrebs

Broschüre 1 „Eierstockkrebs – Informationen zur Erkrankung“ klärt umfassend über die Häufigkeit dieser Krebserkrankung und die Entstehung des Ovarialkarzinoms auf und informiert betroffene Frauen zu den einzelnen Diagnoseschritten und den Therapiemöglichkeiten. Auch die möglichen Formen von Eierstockkrebs werden in der Patientinnen-Broschüre besprochen. Denn diese Krebserkrankung kann sowohl sporadisch auftreten als auch vererbt werden. Es wird erklärt, welchen Unterschied es zwischen diesen beiden Formen gibt, vor allem in Bezug auf neue Therapiemöglichkeiten. Auch Maßnahmen rund um die Therapie, wie z. B. psycho-onkologische Betreuung, werden angesprochen. Nicht zuletzt wird das Thema „erblicher Eierstockkrebs“ und die Möglichkeiten einer genetischen Testung bei einer positiven Familienanamnese thematisiert.
 

Fragen und die Antworten darauf

Die zweite Broschüre „Eierstockkrebs – Fragen und Antworten zur Erkrankung“ setzt sich mit Fragen von PatientInnen auseinander, bei denen bereits ein Ovarialkarzinom diagnostiziert wurde, bzw. die ein erhöhtes genetisches Risiko tragen. In dieser Broschüre finden Frauen Antworten auf Fragen rund um das Thema „Gene“ im Zusammenhang mit erblichem Eierstockkrebs, wie etwa: Wann ein genetischer Test sinnvoll ist? Welche Möglichkeiten bestehen bei einem positiven Testergebnis und ob und wie sollte die eigene Familie über das Testergebnis informiert werden?

Seit Kurzem steht in Österreich ein völlig neues Therapieprinzip zur Verfügung, das nur bei jenen Patientinnen wirksam ist, die an der erblichen Form des Ovarialkarzinoms erkrankt sind. Das wird auch die Praxis der Gentestung verändern: „Bislang wurden nur jene Frauen getestet, die ein familiäres Risiko für erblichen Eierstockkrebs aufweisen“, so Univ.-Prof. Dr. Christian Singer, Leiter des Zentrums für Familiären Brust- und Eierstockkrebs der Meduni Wien. „Nun werden auch Frauen – ihre Zustimmung vorausgesetzt – getestet, bei denen bereits ein Ovarialkarzinom diagnostiziert wurde, damit sie bei einem positivem Testergebnis gezielt die neue Therapie erhalten können.“

Die beiden neuen Broschüren werden österreichweit an den Gynäkologischen Abteilungen und in Arztpraxen aufliegen, können aber auch unter www.krebsratgeber.at oder via E-Mail: austriainfo@astrazeneca.com bestellt werden.


 

  • Datum 13.10.2015
  • Autor Gitti Grobbauer Communications

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