Laborwerte kur & bündig: Eisen

Eisen zählt zu den Spurenelementen. Es ist an vielen Prozessen im menschlichen Organismus beteiligt.

Eisen ist ein wesentlicher Bestandteil des in den roten Blutkörperchen enthaltenen roten Blutfarbstoffs Hämoglobin. Er ist unerlässlich für den Sauerstofftransport und den Kohlendioxid- Abtransport im Blut. Eisen muss mit der Nahrung zugeführt werden und kann aus tierischen Lebensmitteln (Fleisch, Fisch) besser aufgenommen werden als aus pflanzlichen. Vitamin C fördert die Aufnahme. Dennoch tragen pflanzliche Lebensmittel wie Hülsenfrüchte, Vollkorngetreide, Spinat, Erbsen und Schwarzwurzeln zur Deckung des Eisenbedarfs bei. Im Labor wird je nach Vorkommen des Eisens zwischen Serum- und Speicher- Eiweiß unterschieden, dem Transferrin und dem Ferritin. Der spezielle Eiweißstoff Transferrin ist für den Transport des Eisens im Blut bis ins Gewebe zuständig. Im Gewebe wird das Eisen schließlich als Ferritin gespeichert. Die Werte werden üblicherweise kombiniert gemessen.

Wann wird gemessen?

Der Eisenwert wird bei Verdacht auf Störungen des Eisenstoffwechsels – Blutarmut – gemessen. Eisen-, Ferritin- und Transferrin-Werte hängen stark von Alter, Geschlecht und Ernährung ab, bei Frauen auch vom Zylkuszeitpunkt.

Eisenmangel

Ein Eisenmangel bewirkt zunächst eine Verminderung von Ferritin, daher zeigt ein niedriger Ferritinspiegel einen Mangel eher an als die Eisen-Werte selbst. Dauerhaft niedrige Eisenwerte können sich durch rasche Ermüdung, Kopfschmerzen und Leistungsabfall sowie Wachstumsstörungen von Nägeln und Haaren bemerkbar machen. Ein erhöhter Eisenbedarf besteht für Schwangere und für Kinder während des Wachstums sowie für Leistungssportler und Veganer. Ernährungsbedingte Eisenmangelzustände sind hierzulande aber selten, ein vorübergehender leichter Mangel ist auch bei gesunden Menschen häufig und verläuft meist beschwerdelos.

Achtung!

Eine Einnahme von Eisenpräparaten „zur Vorbeugung“ oder auf Verdacht kann zu einem Eisenüberschuss führen und schädliche Wirkungen haben. Sie sollten daher nur bei klarer medizinischer Indikation und auf ärztliche Empfehlung eingenommen werden.

Referenzwerte

Ferritin:

  • Frauen: 10-150μg/l
  • Männer: 30-300 μg/l

Transferrin:

  • Frauen: 160-350 mg/l
  • Männer: 170-330 mg/l

 

  • Datum 18.08.2016
  • Autor CB

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