10 Ernährungstipps bei Arthrose

Hüfte, Knie oder Hände – diese Gelenke schmerzen bei Arthrose oft sehr intensiv. Eine Arthrose ist eine Verschleißerkrankung, die jedoch nicht nur ältere Menschen betrifft. Vor allem Übergewicht belastet, denn Gelenke und Knorpel werden über die Maßen beansprucht. Lesen Sie hier die wichtigsten Ernährungstipps bei Arthrose.

Schmerzen im Griff: Die 10 wichtigsten Ernährungstipps bei Arthrose

  • Fett ist nicht gleich Fett: Generell gilt: Finger weg von rotem Fleisch und Wurst, fetter Milch, Käse, Butter und Eiern. Dagegen sollten Sie reichlich Omega-3-Fettsäuren zu sich nehmen. Essen Sie zweimal pro Woche Fisch, nutzen Sie Raps-, Walnuss- und Leinöl als gute Omega-3-Quellen.

 

  • Obst und Gemüse satt: Nachweislich wirkt ein hoher Gemüse-, Salat- und Obstverzehr entzündungshemmend! Besonders geeignet sind Zwiebeln, Knoblauch, Erbsen, Brokkoli und Heidelbeeren. Gegen aggressive freie Radikale helfen Antioxidantien wie Vitamin C und E, das Spurenelement Selen und Karotinoide, die in vielen Gemüsesorten enthalten sind. Damit alle wertvollen Nährstoffe enthalten bleiben, sollten Sie Gemüse besser nur in etwas Wasser dünsten, nicht braten. Anschließend kann es mit Raps-, Walnuss- oder Leinöl, wenig Kräutersalz oder frischen Kräutern abgeschmeckt werden.

 

  • Gegen Schmerzen ist ein Kraut gewachsen: Auch eine Reihe von Gewürzen kann gegen Entzündungen und Schmerzen wirken, insbesondere Chili, Kurkuma, Zimt und Ingwer sowie alle grünen Kräuter. Frische Kräuter machen Ihre Speisen außerdem bekömmlicher.

 

  • Kalzium für die Knochen: Den wichtigsten Knochenbaustein, Kalzium müssen Sie mit der Nahrung aufnehmen. Gute Kalziumquellen für Arthrose-Patienten sind fettarme Milch und fettarme Milchprodukte wie Käse oder Quark, aber auch Karotten, Grünkohl, Rucola, Sesam und Mandeln liefern reichlich davon. Auch manche Mineralwässer haben einen hohen Kalziumgehalt von 600 mg je Liter und mehr.

 

  • Nicht immer nur Pasta: Probieren Sie statt Teigwaren gekochte Roggen-, Weizen-, Dinkel- oder Hirsekörner als Beilage. Die Zubereitung ähnelt der von Reis. Vollkorngetreide ist eine Wohltat für den Darm, den Stoffwechsel und die Waage, denn es macht satt, ist kalorienarm und hilft beim Abnehmen. Hülsenfrüchte enthalten reichlich Ballaststoffe und viele Vitamine und Mineralstoffe.

 

  • Wenn es Fleisch sein muss: Probieren Sie Hackfleisch einmal anders. Strecken Sie es mit fein geriebenem Gemüse, gegarten Kartoffeln oder Getreidekörnern. Pro Portion rechnen Sie 80 Gramm mageres Gehacktes und 100 Gramm weitere Zutaten. Etwas geriebener Parmesan, Meerrettich, Senf, Knoblauch oder etwas Tomatenmark bringen ein ungeahntes Geschmackserlebnis, ohne die Gelenke über Gebühr zu belasten.

 

  • Heißhunger auf Süßes? Zu viel Zucker sollten Sie als Arthrose-Patient meiden. Verzichten Sie auf Süßigkeiten, Konditoreiwaren und Limonaden. Wenn Sie doch mal der Heißhunger auf Süßes überkommt, gönnen Sie sich stattdessen eine kleine Menge Trockenfrüchte.

 

  • Grüntee gegen die Entzündung: Trinken Sie Mineralwasser, Obst und Gemüsesäfte, Kräutertee und vor allem grünen Tee, der nachweislich entzündungshemmende Wirkstoffe enthält und obendrein die Immunabwehr stärkt. Drei bis vier Tassen Grüntee am Tag sind ideal.

 

  • Alkohol ist ein Gift! Alkohol liefert fast so viele Kalorien wie Fett. Er fördert die Entstehung von Übergewicht, da er den Fettabbau im Stoffwechsel hemmt. Die gesundheitsförderlichen Aspekte, die insbesondere Wein oft zugeschrieben werden, liegen deutlich hinter den schädlichen Effekten. Weniger Alkohol ist also mehr.

 

  • Insgesamt vollwertig ernähren: Gerade für Arthrose-Patienten ist es wichtig, auf eine vielseitige, vollwertige Ernährung zu achten, die den individuellen Bedarf an Nährstoffen wie Kohlenhydraten, Eiweiß und Fett deckt und ausreichend Omega-3-Fettsäuren, Spurenelemente und Vitamine enthält. Wenn Sie zudem auf einen ungesunden Lebensstil verzichten – vor allem das Rauchen aufgeben – und dafür regelmäßige Bewegung in Ihren Alltag einbauen, ist das ein guter Ansatz. Die Arthrose muss nicht zwangsläufig voranschreiten, insbesondere dann nicht, wenn es Ihnen gelingt, durch eine Gewichtsreduktion die mechanische Gelenkbelastung zu reduzieren.

 

  • Datum 17.06.2016
  • Autor PR & Werbung humboldt

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