Bevölkerungsstudie Gesundheit 2015

Im Auftrag des Hauptverbandes der Österreichischen Sozialversicherungsträger erstellte GfK auch im Sommer 2015 wieder die „Bevölkerungsstudie – Gesundheit“. Im Mittelpunkt der Untersuchung standen die Erhebung der Zufriedenheit mit dem Leistungsangebot der sozialen Krankenversicherung und deren Entwicklung und die Feststellung der Wünsche der Bevölkerung.

 

Bevölkerung zufrieden mit den Leistungen der sozialen Krankenversicherung


Bei der Befragung 2015 äußerten sich 24 Prozent der Bevölkerung sehr zufrieden mit den Leistungen sowohl beim Besuch des praktischen Arztes als auch des Facharztes. Weitere 56 Prozent waren eher zufrieden, eher unzufrieden waren 15 Prozent und nur 5 Prozent sehr unzufrieden. Fast idente Werte wurden bereits in beiden Vorjahren erhoben. Etwas über dem Durchschnitt der Bevölkerung „zufrieden“ sind Patienten und Patientinnen, die älter als 70 Jahre sind (88 Prozent).


Haus-/Vertrauensarzt steht hoch im Kurs


Fast jeder Befragte hat einen Haus- oder Vertrauensarzt. Heuer bejahten dies – wie schon in den Jahren davor  - mehr als 90 Prozent. Diese Beliebtheit des Haus-/Vertrauensarztes verhindert aber nicht, dass die Bevölkerung seit Jahren – wenn auch in unterschiedlicher Intensität – Leistungswünsche äußert, die offensichtlich nicht oder nur unzulänglich erfüllt werden: Bereits 33 Prozent  wünschen sich längere Öffnungszeiten. Mehr Zeit für medizinische Gespräche fordern 31 Prozent, wobei dieser Wunsch in den Vorjahren intensiver geäußert wurde. Schwächer ist auch der Wünsch der Befragten nach einer Gesamtbetreuung: 23 Prozent.



Wenn zum Arzt, dann zum Kassenarzt


Sowohl im Bereich der Allgemeinmedizin als auch im Facharztbereich dominiert der Kassenarzt. Konkret: Wenn die Österreicherinnen und Österreicher einen Allgemeinmediziner oder einen Facharzt aufsuchen, dann hat dieser zu einem überwiegenden Anteil einen Kassenvertrag.

90 Prozent der Befragten gaben an, innerhalb der letzten 12 Monate einen Allgemeinmediziner aufgesucht zu haben. 77 Prozent suchten einen Facharzt auf.


Ja zur Primärversorgung neu


Im Rahmen der Studie erhob GfK auch die Haltung der Bevölkerung zu den Refomvorhaben „neue Primärversorgung“ und „telefefon-/webbasierte Erstauskunft“. Beide Projekte erfreuen sich einer hohen Akzeptanz: 93 Prozent sind sehr bzw. eher für diese Art der vernetzten Versorgung in der ein Team von mehreren Ärzten, Ordinationsassistenz und andere Gesundheitsberufe zusammenarbeiten.

Eine starke Mehrheit von 81 Prozent begrüßt auch die Einführung einer telefonischen und webbasierten medizinischen Erstauskunft, die insbesondere jene Zeit von 19 Uhr abends bis 7 Uhr morgens überbrücken soll, wo Ordinationen geschlossen sind.

  • Datum 07.10.2015
  • Autor Hauptverband der österreichischen Sozialversicherungsträger, GfK

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