Schlankheitswahn und gestörtes Essverhalten

Wenig essen, um abzunehmen. Das hat fast jeder schon mal gemacht. Wenn jedoch die Sorge um das Gewicht eine große Rolle im täglichen Leben spielt, kann das auf eine Essstörung hindeuten.

Essstörungen gehören in den westlichen Ländern zu den häufigsten psychosomatischen Erkrankungen. Sie können lebensbedrohlich sein: In Deutschland sterben bis zu 100 Menschen pro Jahr daran.

Welche Essstörungen gibt es?

Magersucht (Anorexie), Ess-Brech-Sucht  (Bulimie) und Binge Eating (Essanfälle) gelten als die Hauptformen. Menschen mit Magersucht hungern sich dünn, sie sind deutlich untergewichtig. Menschen, die an Bulimieleiden, sieht man es nicht unbedingt an. Sie haben meist ein normales Gewicht. Sie leiden unter unkontrollierbaren Essattacken und versuchen die großen Mengen an Kalorien wieder loszuwerden, indem sie erbrechen, Abführmittel nehmen, übermäßig Sport treiben oder fasten. Auch beim Binge(Schlingen) Eating leiden Erkrankte an regelmäßigen Heißhungerattacken, tun aber nichts, um ihr Gewicht zu verringern. Die Störung ist meist mit Übergewicht oder Fettleibigkeit (Adipositas) verbunden.

Was sind die Ursachen für Essstörungen?

Es gibt viele verschiedene Risikofaktoren. Ein Auslöser scheint das gesellschaftliche Schönheitsideal eines schlanken Körpers zu sein. Auch das Selbstwertgefühl sowie das soziale und familiäre Umfeld spielen eine Rolle. Auch Männer und Kinder erkranken daran. Mädchen und Frauen sind aber sehr viel häufiger betroffen. Essstörungen können in jedem Alter auftreten. Durch Magersucht besonders gefährdet sind Jugendliche, vor allem Mädchen, während der Pubertät.


Gibt es eine Zunahme?

Ja. Magersucht, Bulimie und Adipositas haben stark zugenommen. Von 100 000 Mädchen im Alter von 15 bis 24 Jahren erkrankten nach Angaben des Bundesgesundheitsministeriums früher 20 an Magersucht, heute sind es 50 (eine genauere zeitliche Zuordnung gab es nicht).

  • Datum 08.08.2016
  • Autor APAMED vom 04.08.2016 Rubrik: World Wide Health

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