Europäischer Prostata-Tag 16. September

Mit 25 Prozent aller bösartigen Tumore ist das Prostatakarzinom die häufigste Krebserkrankung bei Männern und damit von der Bedeutung vergleichbar mit dem Brustkrebs bei der Frau (29 Prozent). In Österreich werden derzeit pro Jahr rund 5.000 bösartige Prostatatumore diagnostiziert. Die jährliche Prostata-Vorsorgeuntersuchung ab dem 40 Lebensjahr kann Männerleben retten.

Bereits im Jahr 2005 haben daher Urologen- und Patientenverbände aus ganz Europa den 15. September (heuer 16. September) zum Europäischen Prostata-Tag erklärt. Ziel dieses Tages ist es, die Öffentlichkeit für Erkrankungen der Prostata und ihre Risiken und Folgen zu sensibilisieren sowie über Möglichkeiten der Früherkennung, Behandlungsmethoden, Therapiemöglichkeiten und Heilungschancen zu informieren. Denn Information, Aufklärung und Enttabuisierung sowie Hilfestellung im Therapiemanagement spielen eine Schlüsselrolle für den Behandlungserfolg.

Gestiegene Diagnosezahlen durch Screening-Effekt

Tatsächlich ist die gestiegene Zahl jährlich diagnostizierter Prostatakarzinome von 2.300 Fällen im Jahr 1989 auf aktuell rund 5.000 zu einem großen Teil auf die vermehrt durchgeführten Vorsorgeuntersuchungen in den vergangenen Jahren zurückzuführen und daher auch positiv zu betrachten.

"Der wohl wichtigste Aspekt hierbei ist der Einsatz von PSA, einem Blutwert der eine Früherkennung möglich macht“, so Priv. Doz. Dr. Anton Ponholzer, Facharzt für Urologie. „Leider ist dieser Test nicht unumstritten, sollte aber durchgeführt werden, wenn ein möglicher Tumor früh erkannt werden soll. In Frühstadien sind die Heilungschancen sehr hoch und es stehen dem Mann hier mehrere Therapiemöglichkeiten offen."


Männer ab 40 zur jährlichen Vorsorgeuntersuchung

„Männer reden leider nicht gerne über medizinische Angelegenheiten, die sie selbst betreffen, schon gar nicht über Prostatakrebs“, weiß Ekkehard Franz Büchler, Obmann der Selbsthilfegruppe Prostatakrebs und selbst von der Krankheit Betroffener. „Die Krankheit ist ein großes Tabuthema, daher wird der Weg zur Vorsorgeuntersuchung häufig erst gar nicht angetreten. Das muss sich ändern, die jährliche Prostata-Vorsorgeuntersuchung ab dem 40 Lebensjahr kann Männerleben retten“, so Büchler.

  • Autor Presseaussendung Janssen Pharmaceutical Companies 10.09.2015

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