shutterstock_147967109.jpg

zurück

Gesund älter werden

"Alt werden und dabei jung bleiben“ ist ein Lebensmotto, das immer besser verwirklicht werden kann. Dazu gehören Aufgeschlossenheit, Toleranz, Neugier und Zuwendung, aber auch ein Körper, der „mitspielt“. Ihr Apotheker hilft Ihnen dabei, Gesundheit im Alter zu bewahren und eine möglichst hohe Lebensqualität auch im Falle einer Erkrankung bzw. chronischer Beschwerden zu erhalten.

Über ein Drittel aller über 60-Jährigen in Österreich nimmt mehr als neun verschiedene Medikamente ein. Deshalb spielt speziell für Senioren die Beratung in der Apotheke eine wesentliche Rolle. Laut einer Studie nehmen 41% der Senioren zumindest einmal pro Monat eine ausführliche Beratung in der Apotheke in Anspruch. Dabei wird den Patienten und Kunden erklärt, wie sie ärztlich verordnete Arzneimittel richtig einnehmen und anwenden, wie hoch sie die Medikamente dosieren sollen, und welche Wirkungen, Neben- und Wechselwirkungen diese hervorrufen können.

Neben der fachlichen Beratung bieten Apotheker auch Gesundheits-Checks als Service für Sie an. Vor allem Blutdruck, Blutzucker, Cholesterin, Gewicht und Bauchumfang – für Senioren wichtige Gesundheitsdaten – werden in den Apotheken gemessen.

 

 Die richtigen Nährstoffe für Senioren
 
Eine bewusste Ernährung ist wichtig, um unsere Gesundheit zu erhalten und um Krankheiten vorzubeugen. Fast die Hälfte aller Erkrankungen lassen sich auf falsche Ernährungsgewohnheiten zurückführen. Vor allem Senioren nehmen oft nicht genug Mikronährstoffe wie Vitamine, Mineralstoffe (Kalzium, Magnesium), Spurenelemente (Eisen, Zink), essenzielle Fettsäuren und Aminosäuren zu sich – deshalb zählen sie oft zur Riskiogrupe in Bezug auf eine Unterversorgung.

Ursachen dafür gibt es viele. Sie sind vielleicht nicht mehr so agil wie früher, Ihr Bedarf an Kalorien als Energielieferanten ist kleiner geworden. Der Bedarf an Mikronährstoffen hingegen bleibt Ihr ganzes Leben relativ konstant. Sie müssen also nicht mehr so viel essen, sollen aber dennoch ausreichend Nährstoffe aufnehmen – gar nicht so leicht!

Vielleicht leiden Sie unter Kau- und Schluckbeschwerden, Mundtrockenheit und Appetitmangel. All diese Faktoren können dazu führen, dass Sie zu wenig Nährstoffe zu sich nehmen. Auch Ihr Geschmackssinn könnte schwächer geworden sein – vermeiden Sie es trotzdem, zu viel zu salzen.

Viele Beschwerden werden als Altersschwäche hingenommen, sind aber eigentlich Anzeichen einer mangelnden Versorgung mit Nährstoffen. Leiden Sie an Müdigkeit, Schwächegefühl , Unlust und Gewichtsabnahme? Ihr Apotheker kann hier Abhilfe schaffen.

Diese Nährstoffe sind für Sie besonders wichtig:

  • Für die geistige Leistungsfähigkeit: Vitamine B1, B2, B12, Folsäure, Pantothensäure und Niacin, Vitamine C und E, Eisen und Omega-3-Fettsäruen
  • Für die Muskelzellmasse: Tierisches Eiweiß, pflanzliches Eiweiß
  • Für das Herz: Coenzym Q10, pflanzliche Öle, ungesättigte Omega-3-Fettsäuren
  • Für das Immunsystem: Vitamin A,C und E, Selen und Zink
  • Für die Knochen: Vitamin D und Kalzium


Die Einnahme von Mikronährstoffen sollte nicht unkontrolliert erfolgen, sondern von Experten begleitet werden. Mikronährstoffe als Nahrungsergänzung habe nur dann Sinn, wenn sie richtig zusammengestellt und richtig dosiert sind. Sie müssen optimal kombiniert und Ihrem individuellen Bedarf angepasst werden.
 

Ausreichend trinken!

Während der Wassergehalt des Körpers bei einem Baby rund 70% beträgt, sinkt er mit den Jahren auf 45 bis 50%.Daher verspüren Senioren auch weniger Durst als früher. Deshalb ist es vor allem für sie wichtig, bewusst regelmäßig und genug zu trinken. Denn Flüssigkeitsmangel wirkt sich umgehend auf die körperliche und geistige Leistungsfähigkeit aus: Schwindel, Müdigkeit, Kopfschmerzen, Verstopfung, Harnwegsinfektionen aber auch Verwirrtheitszustände, Kreislauf- sowie Herz- und Nierenfunktionsstörungen können die Folge sein. Nicht selten ist im Alter Exsikkose (lat. Ex „aus“ und siccus „trocken“) – also die Austrocknung durch Abnahme des Körperwassers – ein Grund für eine Krankenhauseinweisung und entsprechende Infusionen. Gut beraten ist, wer trinkt bevor der Durst kommt.

  • Datum 11.04.2014
  • Autor MH