Zeit für Grippeschutz-Impfung beginnt

Vor Beginn der Grippe-Saison sollten sich Risikogruppen wie Menschen ab 60, chronisch Kranke und Schwangere gegen die Infektionserkrankung impfen lassen.

Die Influenza ist eine akute, durch Viren verursachte Atemwegserkrankung. Sie ist durch Tröpfcheninfektion leicht übertragbar, und kann schwere Erkrankungen verursachen. Gefährlich sind vor allem die im Verlauf einer Influenza-Erkrankung auftretenden Komplikationen, wie z. B. Pneumonie. Es sind drei Virustypen bekannt, die mit A, B und C bezeichnet werden. Durch Influenza verursachte Epidemien und Pandemien sind schon seit der Antike überliefert. Das Virus konnte erstmals im Jahr 1933 isoliert werden.

Wegen der Veränderlichkeit der Viren (Drifts und Shifts) und der Unvorhersehbarkeit ihrer Aktivität ist die Influenza aus epidemiologischer Sicht eine ständige Herausforderung. Als wichtigste Maßnahme zur Prävention der Influenza und ihrer Komplikationen gilt die Schutzimpfung.
 

Besonders bei älteren Menschen kann die Grippe zu lebensbedrohlichen Komplikationen führen (z.B. Lungenentzündung, Herz-/Kreislaufversagen). Aber auch bei Kindern und Erwachsenen besteht die Gefahr einer schweren Erkrankung als Folge einer Grippe. Empfohlen wird die Influenza-Schutzimpfung auch Menschen, die in Medizin und Pflege arbeiten. Als optimaler Impfzeitpunkt gelten Oktober und November. Der Impfschutz beginnt in der Regel 2 bis 3 Wochen nach der Impfung. Die Impfung selbst ist im Allgemeinen sehr gut verträglich. Sie bewahrt nicht in jedem Fall vor einer Grippe, senkt aber auch bei diesen Patienten deutlich die Stärke der Beschwerden. Die Impfung muss jedes Jahr aufgefrischt werden.
 

"Das Risiko einer Influenzaerkrankung sollte vor jeder Saison ernst genommen werden", erklärte RKI-Präsident Lothar H. Wieler.

  • Autor APAMED vom 21.09.2016 Rubrik: Medical Week | Österreichische Apothekerkammer

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