Entwarnung: Influenza-Welle im Abebben

Die Influenza-Welle ist deutlich im Abebben. Vergangene Woche wurden in Wien nur noch rund 8.400 Neuerkrankungen an Virus-Grippe und grippalen Infekten registriert. In der Woche davor waren es noch rund 12.600 Fälle gewesen.

Den Gipfel gab es in dieser Influenza-Saison laut dem Grippemeldedienst der Bundeshauptstadt in der ersten Kalenderwoche mit 19.700 errechneten Fällen. Die Influenza-Welle war in ganz Österreich früher und stärker als in den vergangenen Jahren hochgeschwappt.

Die im Vergleich zu den vergangenen Jahren stärkere Influenza-Welle - 2014/2015 hatte das Maximum der Neuerkrankungen binnen einer Woche in Wien rund 15.000 betragen - wurde möglicherweise auch durch den von vielen Menschen verpassten Impfschutz begünstigt. Laut den Zahlen des Österreichischen Verbandes der Impfstoffhersteller (ÖVIH) haben sich nur 5,35 Prozent der Menschen gegen die Virus-Grippe immunisieren lassen. Dabei hätte die Vakzine gemäß den Aussagen des Wiener Spezialisten Herwig Kollaritsch in dieser Saison perfekt zu den auftretenden Influenza-Viren gepasst.

In der Allgemeinbevölkerung wurde in Österreich in der Influenza-Saison 2006/2007 mit einer Durchimpfungsrate von 15,36 Prozent laut dem Verband der österreichischen Impfstoffhersteller der höchste Wert erzielt. Seither ging es fast ständig bergab:  2015/2016 dann 6,97 Prozent.

Relativ stabil ist die Situation offenbar bei der "Vogelgrippe". Am Nationalen Referenzlabor für Aviäre Influenza am Institut für veterinärmedizinische Untersuchungen der AGES (Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit) in Mödling wurden laut deren Homepage bisher 1.169 Proben von Wildvögeln und Hausgeflügel auf das für den Menschen ungefährliche Virus A(H5N8) untersucht: Bei 84 Wildvögeln (Brachvogel, Graureiher, Haubentaucher, Kormoran, Lachmöwe, Mäusebussard, Möwe, Reiherente, Schwan, Silbermöwe, Stockente, Sturmmöwe, Tafelente, Waldwasserläufer) in den Bundesländern Vorarlberg, Salzburg, Oberösterreich, Steiermark, Niederösterreich, Wien, Kärnten bzw. in einem Putenbetrieb in Vorarlberg und einem Geflügelbetrieb im Burgenland wurde das Virus nachgewiesen. Die Vorsichtsmaßnahmen gegen eine weitere Ausbreitung gelten weiterhin.

  • Autor APAMED vom 14.02.2017 Rubrik: Medical Week

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