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Dungl-Tipp: Heuschnupfen

Etwa ein Viertel der österreichischen Bevölkerung leidet besonders im Frühling unter allergischen Symptomen –Tendenz steigend. Diese Zahl dokumentiert, dass Allergien immer mehr zu einer Alltagsbelastung werden und meist eine massive Reduktion der Lebensqualität zur Folge haben.


Im Frühjahr sind besonders Birken-, Eschen- und Gräserpollen belastend. Bei Niederschlägen verringert sich die Belastung wieder zwischenzeitlich. Ständiges Niesen und verstopfte Nase (auch im Winter gültig), Reizhusten und Atembeschwerden, immer wiederkehrende, juckende Hautausschläge sind die Folge.

Zunächst muss man wissen, wo die eigenen Symptome im Wesentlichen sind. Der eine Allergiker niest fürchterlich, dem anderen läuft die Nase weg, der Dritte kriegt seine Augen vor lauter Jucken nicht mehr auf, der Vierte klagt vor allem über ein Jucken im Hals oder Ohren und Nummer Fünf hat sogar asthmatische Symptome (Atemnot, pfeifender Atem).

Wahl der richtigen Therapie


Je nach Schwerpunkt der Symptome muss die entsprechende Therapie gewählt werden.

Ernährung

Wir im Dungl Zentrum Wien raten bei allen Formen von Allergien zu einer Reduktion von Süßem und Milcheiweiß. Gleichzeitig sollten warme Speisen reduziert, heiße (z.B. Geräuchertes, scharf Gebratenes oder Frittiertes) gemieden werden.
Zu den thermisch warmen Nahrungsmitteln gehören beispielsweise Rindfleisch, Huhn, Knoblauch, Zwiebel und frischer Ingwer. Heiße Nahrungsmittel sind vor allem stark wärmende Gewürze wie Zimt, Nelken, Pfeffer, Muskat, Cayenne und Chilischoten und die so genannten harten Getränke (Schnäpse), aber auch Cocktails mit hochprozentigem Alkohol. Heiße Nahrungsmittel sollten ganz besonders bei Hauterkrankungen und Allergien, sowie bei Kopfschmerz vermieden werden, da die Kapillaren erweitert werden.

Akupunktur
Doch nicht nur die Ernährung sondern auch die Akupunktur hat einen stabilen Platz in der Heuschnupfentherapie. Hier liegt der therapeutische Schwerpunkt im tonisieren des Qi (Energie) und vertreiben des Windes. Ärzte mit entsprechender Ausbildung in der Traditionellen Chinesischen Medizin arbeiten in diesem Bereich mit einem umfassenden Konzept.
 
Die Therapie der Akupunktur ist vorwiegend auf die Stärkung der durch den Heuschnupfen geschwächten Lunge ausgerichtet und hat sich – wie auch bei anderen Allergien – in der Praxis bewährt.

Homöopathie
Die Homöopathie  hat sich ganz besonders bei den in Folge beschriebenen verschiedenen Symptomen bewährt:

Allium cepa
- (Küchenzwiebel: Die Nase rinnt, ähnlich wie beim Zwiebel schneiden.
Allium cepa hat sich besonders bewährt, wenn die Beschwerden mit Tränenfluss, Niesen und Reizungen einhergehen sowie bei fließendem Schnupfen, Heuschnupfen und Bindehautentzündung

Euphorbium - nicht nur bei akuten, sondern auch bei chronischen Beschwerden. Nasentropfen oder -sprays sollen 3- bis 4mal täglich verabreicht werden, Tabletten und Tropfen bei chronischen Verlaufsformen 1- bis 3mal täglich. Bei akuten Beschwerden kann die Dosierung von Tabletten und Tropfen auf bis zu 12 Dosierungseinheiten gesteigert werden.

Nux vomica
(Brechnuss, Krähenauge) bei Schnupfen mit verstopfter Nase und auch als Schnupfen-Prophylaxe eingesetzt  sowie bei gleichzeitigem Aufstoßen und Blähungen, nervösem Magen, Verstopfung, Blasen-Nieren-Entzündung, Reizblase und stressbedingtem Durchfall.

Apis mellifica
(Honigbiene) bei brennenden Schmerzen, später starkem Juckreiz und Schwellungen , bei Bindehautentzündung und Hauallergien.
Achtung! Gegenanzeigen: Bei Bienengift-Allergie

 

Filmtipp: Allergischer Notfall

Zur Verfügung gestellt von www.vielgesundheit.at











  • Datum 22.04.2014
  • Autor Dungl

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