Laborwerte kurz & bündig: Histamin

Histamin wird im Darm gebildet und zusätzlich über viele Lebensmittel durch die Nahrung zugeführt.

 Histamin hat vielfältige Aufgaben – etwa, die Magensaftbildung anzuregen, den Appetit zu zügeln, die Gefäße zu erweitern und so den Blutdruck zu senken. In großen Mengen zu sich genommen,  löst Histamin bei jedem  Menschen Beschwerden aus, die sogar lebensbedrohlich sein können. Da Histamin eine sehr potente Substanz ist, die auch ständig über die Nahrung aufgenommen wird, muss sich der Körper vor ihr schützen. Für den Abbau von Histamin im Darm ist das Enzym Diaminoxidase (DAO) verantwortlich. Funktioniert es nur eingeschränkt, so verursacht es nach Ansicht mancher Experten eine Histaminintoleranz:  Vor allem histaminreiche Nahrungsmittel sollen dann je nach Ausmaß der Unverträglichkeit Symptome wie Durchfall, Blähungen, Juckreiz, Kopfschmerzen, eine laufende Nase oder auch Herz-Kreislauf-Probleme auslösen.

Als histaminreiche Lebensmittel gelten: Eiweiß, Rotwein, Weizenbier, Sauerkraut, Tomaten, Orangen, Kiwis, Erdbeeren, Nüsse, Thunfischkonserven und Käse.

Referenzwerte:

  • Histamin: 0,2 – 1,0 ng/ml (Blutplasma)
  • Methylhistamin im 24 Std.- Urin: 5-56µg/24h
  • Diaminoxidase: >10 U/l (Blut)

 

  • Datum 11.07.2016
  • Autor CB

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