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Arzneimittellieferung für Hochwasseropfer in Bosnien

Wasserschlangen, Gelsenplage, Verletzungen. Das Hochwasser in Bosnien bringt auch viele gesundheitliche Gefahren. Die österreichischen Apothekerinnen und Apotheker versorgen vom ersten Tag an tatkräftig die betroffene Bevölkerung mit wichtigen Apothekenprodukten wie Desinfektionsmitteln, Arzneimitteln & Impfstoffen, Verbandsstoffen bis hin zur Babynahrung. Heute Montag wird wieder eine große Lieferung nach Bosnien geschickt, diesmal direkt ins Krankenhaus Orasje.

Hochwasser bringt Krankheiten = Apotheker helfen unmittelbar

"Emotional ist es eine Herausforderung gewesen. Das viele Wasser überall, Schlamm, Dreck. Es fehlt an Arzneimitteln, vor allem Insektenschutzmitteln, juckreizstillenden Gelen und Mitteln bei Schlangenbissen. Was aber wirklich gebraucht wird, sind Menschen, die helfen, anpacken und organisieren." Mit diesen Worten kehrte die engagierte Apothekerin Mag. Adisa Omerovic-Vrebo von ihrem Hilfseinsatz in Bosnien zurück. Die lokalen Apotheker folgten einem Aufruf von Apothekerpräsident Dr. Gerhard Kobinger, Landesgeschäftsstelle Steiermark, und spendeten innerhalb weniger Stunden genug, um den ersten Transport nach Bosnien sicherzustellen. Die Apotheke Kalsdorf, wo Mag. Omerovic-Vrebo arbeitet, wurde über Nacht zur Kommandozentrale für den Hilfseinsatz.


Heute Montag, verlässt der nächste Transport Wien. Im Gepäck Desinfektionsmittel, Verbandsstoffe, Arzneimittel und Impfstoffe im Wert von beinahe 10.000 Euro. Die Apothekerkammer Wien hat nach der Steiermark den zweiten großen Hilfseinsatz ermöglicht. "Das Krankenhaus Orasje hat uns eine Liste an dringend benötigten Produkten zukommen lassen. Wir sind sehr betroffen über die Zustände in Bosnien und Serbien und helfen gerne", so Präsidentin Mag.pharm. Andrea Vlasek und Vizepräsident Mag.pharm. Viktor Hafner, Landesgeschäftsstelle Wien.

 

An dieser Hilfslieferung haben sich neben den Apothekern auch die pharmazeutischen Großhandelsfirmen Herba Chemosan und Kwizda beteiligt.  Alle Arzneimittel, die hier gespendet werden, sind erstklassige Produkte und keine beschädigte oder abgelaufene Ware. Die Apothekerinnen und Apotheker haben Geldspenden geleistet, um welche Originalware direkt eingekauft werden konnte. Transporte mit Arzneimittelspenden benötigen zahlreiche Bestätigungen und Einfuhrgenehmigungen in den Zielländern, müssen explizit als Spende gekennzeichnet sein und dürfen auch nur einer befugten Stelle vor Ort übergeben werden. Die Spendenlieferungen der österreichischen Apothekerinnen und Apotheker erfolgen nach den Kriterien der WHO.


Apotheken auf einen Blick
In Österreich spielen die öffentlichen Apotheken eine wichtige Rolle als Gesundheitsnahversorger. Ob Großstadt, Kleinstadt oder Gemeinde: Die österreichischen Apotheken liefern Qualität auf höchstem Niveau. Insgesamt beraten 5.800 akademisch ausgebildete Apothekerinnen und Apotheker in 1.340 Apotheken die Bevölkerung in Gesundheitsfragen. Die Beratungskompetenz ist eine der zentralen Leistungen der Apotheker. Zusätzlich erbringen über 350 Apothekerinnen und Apotheker wertvolle Versorgungs- und Beratungsleistungen für die Patienten in den österreichischen Krankenanstalten.
 

 

 

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  • Datum 02.06.2014
  • Autor ÖAK