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Holunderblüten – Das ideale „Grippemittel“

In den kalten Wintermonaten erreichen fieberhafte Erkältungskrankheiten und grippale Infekte ihren Höhepunkt. In der Pflanzenheilkunde zählen die Blüten des Schwarzen Holunders (Sambucus nigra) zu den idealen Grippemitteln, da sie die Symptome auf sanfte Weise lindern. Auch Saft und Marmelade aus seinen Früchten sind gesund und wohlschmeckend, weshalb der Schwarze Holunder als beliebter Gartenstrauch volksmedizinisch seit langem genutzt wird.

Holunderblüten werden seit Jahrhunderten in der traditionellen Volksmedizin Europas bei Erkältungen und im Speziellen bei Fieber als Tee getrunken. Bereits der griechische Arzt Hippokrates beschrieb den Holunder im 4. Jahrhundert vor Christus als sehr nützliches Heilmittel. Auch in den Kräuterbüchern des Mittelalters wird Holunder als fiebersenkendes Heilmittel empfohlen. Früher war in fast jedem Garten ein Holunderstrauch zu finden, da fast alle Pflanzenteile in unterschiedlichen medizinischen Anwendungsgebieten volksmedizinisch verwendet wurden.

Volle Pflanzenkraft

In einer fixen Kombination mit Enzianwurzel, Primelblüte, Eisenkraut und Sauerampfer wird der Extrakt aus den Holunderblüten als Dragee, Saft oder Tropfen, erhältlich in Ihrer Apotheke, bei Verstopfungen der Nasennebenhöhlen eingesetzt.

Wohlschmeckender Grippetee

Der Tee zur unterstützenden Behandlung bei grippalen Infekten überzeugt durch fehlende Nebenwirkungen und eignet sich daher auch zur Anwendung bei Kindern. Erwachsene und Kinder ab 10 Jahren sollten 10 bis 15g getrocknete Blüten über den Tag verteilt als Tee trinken. Bei jüngeren Kindern liegt die Tagesdosierung je nach Alter bei 2 bis 10g getrockneter Blüten. In Ihrer Apotheke gibt es den Tee in Arzneibuch-Qualität.

  • Datum 04.04.2015
  • Autor AA

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