Husten: das können Sie tun!

In der Erkältungszeit führt kaum ein Weg an ihm vorbei: der Husten. Er begegnet uns in vielen verschiedenen Formen – sei es ein kurzes Räuspern oder als Begleiterscheinung einer Erkältung. Mit einigen gezielten Schritten ist der Husten jedoch bald Vergangenheit.

Symptome, Behandlung, Tipps

Husten funktioniert automatisch und lässt sich kaum unterdrücken. Befinden sich Fremdkörper oder Schleim in unseren Atemwegen, melden Rezeptoren dem Gehirn diese Störung. Der Hustenreflex ist ein dreistufiger Prozess. Während dieses Prozesses wird die ausgeatmete Luft mit mehreren Hundert km/h ausgestoßen – die Fremdstoffe werden mitgerissen. Außerdem wird das Lungengewebe komprimiert, wodurch Schleim aus den Lungenbläschen ebenfalls nach außen gelangt.

Husten ist ein Symptom, keine eigenständige Erkrankung. Viele Ursachen sind für dessen Entstehung denkbar. Mögliche Gründe sind neben einer Erkältung oder Lungenerkrankung eine Refluxerkrankung oder eine Allergie – oder aber der Husten wird durch bestimmte Blutdruckmedikamente ausgelöst. Liegt eine Allergie vor, reagiert der Körper auf das Einatmen von Fremdstoffen wie Pollen mit allergischem Husten.

FEUCHTER ODER TROCKENER HUSTEN?

Trockener Husten ist meist das erste Symptom eines Virusinfekts der oberen Luftwege oder tritt in Kombination mit anderen Erkältungssymptomen auf. Diese Art des Hustens erfolgt manchmal nur als Hüsteln oder Räuspern gemeinsam mit Heiserkeit, vor allem in den ersten Tagen einer Erkältung. So genannte Antitussiva – Hustenstiller – dienen zur Unterdrückung des Hustenreizes und werden bei trockenem Husten eingesetzt. Sie werden in der Regel 2 bis 3 Tage lang eingenommen.

Zu den pflanzlichen Antitussiva zählen Spitzwegerich, Eibischwurzel, Königskerze, Isländisch Moos, während  Dextromethorphan zu den chemischen Antitussiva zählt. Ebenso können Lutschtabletten zur Minderung des Hustenreizes herangezogen werden, wie etwa pflanzliche Pastillen oder Lokalanästethika. Generell sollten Sie auf ausreichend Luftfeuchtigkeit achten – feuchte Handtücher auf der Heizung können helfen – sowie auf das Sprechen mit normaler, nicht lauter aber auch nicht flüsternder Stimme.

Bei dem feuchten oder produktiven Husten ist es von großer Bedeutung, dass der Schleim verflüssigt und abgehustet wird. Der Auswurf kann eine grün-gelbliche Farbe haben und im Laufe einer Erkältung mit anderen Beschwerden auftreten. Diese Art des Hustens wird mit so genannten Expektorantien behandelt. Sie lösen einerseits das Bronchialsekret und haben zusätzlich eine krampflösende Wirkung. Die Einnahme wird für etwa 7 Tage empfohlen. Zusätzlich sollte viel warme Flüssigkeit getrunken werden. Beispiele für pflanzliche Expektorantien sind Thymiankraut, Efeublätter(-extrakt) oder Eukalyptus, chemische etwa Ambroxol, Bromhexin oder Acetylcystein.

 

ANHALTENDER HUSTEN

Wenn Sie hohes Fieber haben oder der Husten nach einer Woche Selbstbehandlung nicht besser wird, sollten Sie zum Arzt gehen. Ebenso wenn Sie Blutbeimengungen im Auswurf finden oder unter Atemnot leiden. Die normale Dauer eines erkältungsbedingten Hustens beträgt drei Wochen.

Ein anhaltender Husten kann ein Vorzeichen für Asthma bronchiale sein. Erste Anzeichen dafür sind Brustenge, Geräusche beim Ausatmen sowie Reizhusten und ein Anstieg der Atemfrequenz. Davon zu unterscheiden ist der Raucherhusten. Menschen, die jahrelang geraucht haben, bekommen meist einen chronischen Raucherhusten, der sich vor allem nach dem Aufwachen bemerkbar macht.

HUSTEN BEI KINDERN

Bei Kindern gilt zu bedenken, dass die Atemwege noch eng und somit sehr empfindlich sind. Hat Ihr Kind Schwierigkeiten beim Einatmen, deutet dies auf eine Entzündung des Kehlkopfes, des Rachens oder der Luftröhre hin. Bei Problemen beim Ausatmen kann eine Bronchitis, Bronchiolitis – Entzündung der kleinsten, knorpellosen Bronchien – oder Asthma bronchiale vorliegen.

Im Allgemeinen können Kinder mit Hustenmitteln versorgt werden, ein Arztbesuch ist aber notwendig, wenn Atemprobleme wie Rasseln, Husten bei körperlicher Belastung oder Husten ohne Erkältungserscheinungen auftreten. Auch wenn Ihr Kind wenig trinkt oder der Husten plötzlich beginnt, sollte dies abgeklärt werden. Denn Ihr Kind könnte auch einen Fremdkörper verschluckt haben. Auch Inhalationen in Form eines Kopfdampfbades oder Omas Zwiebelwickel können helfen. Zwiebelstreifen dazu erhitzen, in ein Leinentuch wickeln und auf Hals oder Brust legen.

 

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Achtung: Alkoholhaltige Hustensäfte über 5% sind für Kinder nicht geeignet!

Besser: eine Teemischung aus Eibischwurzel, Thymian und Spitzwegerich. Im Allgemeinen sollten Antitussiva und Expektorantien nicht kombiniert werden. Expektorantien sollen den Schleim lösen, während Antitussiva den Hustenreiz unterdrücken – nimmt man beide ein, wird der Schleim nicht abgehustet und ein Sekretstau kann sich bilden. Es besteht jedoch die Möglichkeit, tagsüber Schleimlöser einzunehmen und abends für einen besseren Schlaf Hustenreizdämpfer. Ihr Apotheker verfügt über ein breites Sortiment an Hustenmitteln. Er berät Sie gerne!

  • Datum 20.03.2014
  • Autor CB

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