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Immunsystem stärken

Wir sind praktisch ständig Einflüssen unserer Umwelt ausgesetzt. Dringen schädliche Organismen, wie etwa Viren, Bakterien und Pilze, in unser System ein, werden wir krank. Falsche Ernährung, wenig Schlaf, ein ungünstiger Lebensstil, Alkohol, Tabak und bestimmter Medikamente – all das kann unser Immunsystem in Mitleidenschaft ziehen.

Gesund durch den Herbst

Unser Immunsystem ist ein komplexes Netzwerk. Es hat einige wichtige Aufgaben, wie etwa die Entfernung von in den Körper eingedrungenen Mikroorganismen, die Entfernung von fremden Substanzen und die Zerstörung von fehlerhaft gewordenen körpereigenen Zellen. Meist arbeitet die körpereigene Abwehr des Menschen so effektiv, dass Infektionen unbemerkt vorüberziehen. Wird es in den Herbst und Wintermonaten kühler haben Viren und Co. oft ein leichtes Spiel: Viele Menschen halten sich gleichzeitig in geschlossenen, überheizten, schlecht-gelüfteten Räumen auf. Die Heizungsluft trocknet die Schleimhäute aus und macht sie besonders angreifbar. Das Immunsystem lässt sich gezielt stärken - viele Tipps lassen sich einfach umsetzen!


Ernährung

Eine ausgewogene Ernährung ist die Grundvoraussetzung für ein intaktes Immunsystem. Vor allem in Industrieländern ist Überernährung ein wachsendes Problem. Die Aufnahme von zu vielen zucker- und weißmehlhaltigen Lebensmitteln, sowie eine zu geringe Aufnahme von Mikronähr- und Ballaststoffen beeinträchtigen unser Immunsystem.

Vor allem in den kühlen Monaten, in denen anderes Obst knapp ist, sollten wir reichlich Zitrusfrüchte zu uns nehmen. Ihr hoher Vitamin C Gehalt hilft die Abwehrkräfte auf Touren zu bringen. Vitamin C ist auch in Sanddorn (zwischen 200-900 mg Vitamin C pro 100 g Beeren!), Hagebutten und Kiwis enthalten. Ob die Einnahme von Vitamin C einer Erkältung aufhalten kann, ist umstritten. Man nimmt aber an, dass zumindest die Infektdauer und –schwere positiv beeinflusst werden kann. Vitamin A unterstützt die Bildung von Antikörpern und von Immunabwehrzellen. Die Vorstufe von Vitamin A, Betakarotin, findet man unter anderem in roten, gelben und grünen Obst- und Gemüsesorten. Vitamin E, vor allem in Getreide, Nüssen und Weizenkeimöl enthalten, steigert zudem die Aktivität bestimmter Zellen des Immunsystems.

Vitamin D – das Sonnenvitamin – unterstützt ebenfalls die Abwehrkräfte. Zahlreiche weitere Nährstoffe wie Folsäure oder Spurenelemente wie Eisen, Selen und Kupfer beeinflussen die Aktivität des Immunsystems. Das Spurenelement Zink kommt etwa in Fleisch, Milch und Käse vor und ist wichtig für das körpereigene Abwehrsystem. Immunzellen benötigen Zink. Mikronährstoffe sollten nicht unkontrolliert eingenommen werden. Helfen Sie Ihrem Kunden bei der optimalen Zusammenstellung der Nährstoffe.

Zur Vorbeugung eines grippalen Infekts können auch zahlreiche pflanzliche Mittel eingesetzt werden. Der Saft der Roten Sonnenhutkrauts (Echinacea purpurea), beispielsweise, kann zur Immunsteigerung vor allem bei wiederkehrenden Atemwegsinfekten – maximal acht Wochen – angewendet werden. Ein weiteres Naturprodukt ist die Kapland Pelargonie (Pelargonium sidoides). Auch Ingwer unterstützt das Immunsystem. Die Knolle fördert nicht nur die Durchblutung, sondern wirkt auch antibakteriell.

 

Probiotika für einen gesunden Darm

Ist der Darm gesund und sein Milieu im Gleichgewicht, ist auch der Mensch gesund. Eine Ergänzung mit Bakterienzubereitungen ist besonders dann wichtig, wenn Sie mit Antibiotika behandelt wurden. Denn Antibiotika unterscheiden nicht zwischen guten und schlechten Bakterien. Zum Aufbau der Darmflora eignen sich Zubereitungen aus lebenden Mikroorganismen – die Probiotika. Für die Aufnahme in den menschlichen Organismus geeignet sind die Lactobazillen und Bifidobakterien. Darmbakterienpräparate gibt es entweder in Kapselform oder als Pulver zum Auflösen und Trinken.

Bewegung und Erholung

Sport hält nicht nur uns, sondern auch unser Immunsystem fit. Der Kreislauf wird angekurbelt, das Herz pumpt mehr Blut durch die Gefäße, die Immunzellen kommen „in Schwung“. Zugleich können Abwehrzellen virusinfizierte Körperzellen effektiver abtöten. Außerdem baut körperliche Ertüchtigung Stress ab. Auch an kühlerer Luft tut uns Bewegung gut – die Schleimhäute können sich erholen, die Durchblutung wird angeregt. Ideal wären zwei- bis dreimal pro Woche mindestens 30 Minuten Bewegung.

Unser Immunsystem

















Zur Verfügung gestellt von vielgesundheit.at

  • Datum 08.10.2014
  • Autor Camilla Burstein, Bakk.phil