Gleichberechtigung ist in Österreichs Apotheken längst normal

Der angesehene Beruf des Apothekers ist „weiblich“. Fast 90 Prozent der Angestellten in Österreichs Apotheken sind Frauen. Sie verdienen seit langem für gleiche Arbeit den gleichen Lohn. Attraktive Teilzeitarbeitsplätze nach der Babypause sind ein weiteres Plus!

Jeder Tag ist ein „Frauen-Tag“

Am 8. März war Internationaler Frauentag. Was Frauen in anderen Branchen noch erkämpfen müssen, ist in Österreichs Apotheken längst normal: Gleicher Lohn für gleiche Arbeit!

Eine aktuelle Umfrage der Statistik Austria hat ergeben, dass im Vorjahr Frauen in Österreich im Schnitt mehr als 23 Prozent weniger als Männer verdient haben. Verglichen wurden ähnliche Qualifikationen und ähnliche Aufgabenbereiche in der Arbeitswelt.

In Österreichs Apotheken gehen die Uhren schon lange anders. Gerechtigkeit ist kein Schlagwort. Frauen und Männer müssen das gleiche, herausfordernde Studium der Pharmazie bewältigen. Danach folgen die ersten Praxisjahre in einer öffentlichen Apotheke. Kollektivvertragliche Regelungen sehen von Beginn an keine Einkommensunterschiede zwischen Frauen und Männern vor.

Außerdem bieten Österreichs Apotheken attraktive Teilzeitarbeitsplätze – ohne Einkommensnachteile. Vor allem Frauen können so nach der Babypause Beruf und Familie besser vereinbaren.

Aber nicht nur bei den Angestellten dominieren die Frauen. Mittlerweile wird jede 2. Apotheke in Österreich von einer Frau als Chefin geführt. Tendenz: steigend. 

Die öffentliche Apotheke ist also als Arbeitsplatz für Frauen so attraktiv wie kaum ein anderer in Österreich. Und die Qualität des Arbeitsplatzes spiegelt sich auch in der hohen Qualität der Beratung in den Apotheken wider. Davon profitieren wiederum die Konsumenten.
 

Die Apotheke ist schon lange „weiblich“

"Als Apotheker weiß ich, dass sich unsere Kunden beim Besuch in der Apotheke nicht nur bestens beraten, sondern auch wohl fühlen müssen. Zum Wohlfühlfaktor „Apotheke“ gehört, dass wir uns als „best point of service“ verstehen. Übersetzt gesagt: Wir Apotheker bieten die beste Dienstleistung in Sachen Arzneimittel  - sicher, unbürokratisch und geschlechtsspezifisch. Weil Medikamente bei Frauen und Männern unterschiedlich wirken.

Frauen sind unsere Stamm-Kunden. Sie sind kritisch, hinterfragen mehr und fordern unser Fachwissen. Und das ist gut so. Denn Frauen haben eine hohe Verantwortung. Zum Beispiel in der Familie oder bei der Pflege älterer Angehöriger.  Frauen haben ein anderes Empfinden für Gesundheit und für Krankheiten. Frauen gehen damit auch sorgsamer und nachhaltiger um als Männer. Wir merken das jeden Tag in der Apotheke. "

Eine gesunde Zeit wünscht

Ihr Dr. Christian Müller-Uri
Präsident des Österreichischen Apothekerverbandes

  • Autor Österreichischer Apothekerverband