Jetzt "Grippe" impfen!

In den Wintermonaten geht die Influenza, auch „echte“ Grippe gennant, um. Was zunächst harmlos klingt, ist pro Jahr für über 1.000 bis 1.200 Tote verantwortlich. Lassen Sie sich jetzt impfen!

Unterschätzte Gefahr

Die Influenza-Durchimpfungsrate ist in Österreich auf einem Tiefststand angelangt. Nur acht Prozent der Österreicher ließen sich in den letzten Jahren gegen die Influenza immunisieren.


Echte Virusgrippe - grob unterschätzt

Alljährlich erkranken in Österreich mehrere Zehntausend Menschen an der echten Virusgrippe, der Influenza. Viele, vor allem ältere Personen, erkranken so schwer, dass letztlich die Grippe mittelbar zum Tod führt. Univ.-Prof. Dr. Herwig Kollaritsch, MedUni Wien, zieht einen Vergleich: "Der echten Virus-Grippe fallen in Österreich allein immerhin mehr Menschen zum Opfer, als im Straßenverkehr zu Tode kommen."

Eine Verwechslung mit dem ungefährlichen grippalen Infekt sei fatal. Die Influenza geht mit schwerwiegenden Komplikationen einher. Herz und Kreislauf sind gefährdet durch das hohe Fieber und die gelegentlich auftrende Herzmuskel, sowie Lungenentzündung. Die Influenza kann den Allgemeinzustand der Patienten nachhaltig verschlechtern. Die einzige Möglichkeit, eine Erkrankung zu verhindern oder zumindest abzuschwächen, ist die Impfung gegen Influenza. Kollaritsch: "Der Nutzen der Impfung ist eindeutig belegt und das bei sehr geringfügigen Nachwirkungen. Alle Impfstoffe am Markt sind empfehlenswert, sie wirken aber nur, wenn man sich impfen lässt..."

Grippe ist kein Kinderspiel

Gesunde Kinder im Alter zwischen vier und zehn Jahren erkranken leichter und stecken sehr häufig nicht geimpfte Eltern und/oder Großeltern an. MR Dr. Rudolf Schmitzberger erläutert: "Pro Jahr werden bis zu 2000 Todesfälle verzeichnet, die auf die Influenza zurückgehen und Erwachsene betreffen, die sich bei Kindern angesteckt haben. Kleine schützen also Erwachsene, wenn sie geimpft werden."

Die Impfempfehlungen des Experten lauten: Bei Säuglingen ist eine Impfung ab dem 7. Lebensmonat möglich. Im Falle von jüngeren Kindern sollten jedenfalls die Betreuungspersonen geimpft werden, um eine Ansteckung zu verhindern. Bis zum 35. Lebensmonat wird die halbe Dosis des Impfstoffes verabreicht.



Influenza: Impfberatung in der Apotheke

"Wir Apotheker sehen es als unsere Aufgabe, das Impfbewusstsein der Bevölkerung zu stärken und dadurch die Durchimpfungsrate zu heben", so Dr. Christian Müller-Uri, Vizepräsident der Österreichischen Apothekerkammer. Die Kunden erhalten in den Apotheken unkompliziert und rasch fundierte und seriöse Auskunft über alle empfohlenen Impfungen, die Impfintervalle und die unterschiedlichen Impfstoffe. Für die aktuelle Influenza-Saison sind zehn verschiedene Impfstoffe (zwischen EUR 19.45 bis EUR 47,80) verfügbar. Je nach Alter und Applikationsvorliebe empfehlen wir unterschiedliche Produkte, vom intramuskulären über den intradermalen bis hin zum intranasalen Impfstoff.

Die Zusammensetzung wird jedes Jahr gemäß den Empfehlungen der WHO an die jeweils kursierenden Influenza-Subtypen angepasst. Im Februar des jeweiligen Jahres entscheidet die WHO über die Zusammensetzung des saisonalen Winter-Impfstoffes. 

Die Impfung selbst ist im Allgemeinen sehr gut verträglich. Sie bewahrt nicht in jedem Fall vor einer Grippe, senkt aber auch bei diesen Patienten deutlich die Stärke der Beschwerden. Ein Schutz vor anderen Erkältungskrankheiten besteht nicht. Die Impfung muss jedes Jahr aufgefrischt werden.
 

  • Datum 26.09.2014
  • Autor Apothekerkammer, Ärztekammer