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Echte Kamille (Matricaria recutita)

Die Kamille zählt zu den beliebtesten und bekanntesten heimischen Heilpflanzen. Bereits die Neandertaler kannten und nutzten ihre Heilkraft: Sie verzehrten die bittere Heilpflanze, um Krankheiten zu kurieren oder ihnen vorzubeugen. Eingelagert im Zahnstein fanden Forscher Bestandteile der Kamille.

Heilpflanzen unter der Lupe

Die Kamille ist ein „Tausendsassa“ – sie wirkt entzündungshemmend, krampflösend, blähungslindernd, antiseptisch. Sie wird auch Mutterkraut genannt, da sie gerne während Schwangerschaft, nach der Geburt, sowie bei Säuglingskrankheiten eingesetzt wird. Die echte Kamille erkennt man daran, dass der typische kegelförmige Boden der Blüte hohl ist, bei anderen Kamillenarten ist er gefüllt. Verwendet werden die getrockneten Blütenköpfe, sowie das aus den Blüten destilliertes ätherische Öl oder Flüssigextrakte.


Kamille wird zur Behandlung von Haut und Schleimhautentzündungen sowie anderen Hautleiden, bei nervösen, mit Blähungen einhergehenden Verdauungsstörungen, Magenschleimhautentzündung, Durchfall, Reisekrankheit und leichten Angstzuständen eingesetzt. Außerdem eignet sie sich als Salbe, Waschung oder Badezusatz bei Wunden im Intimbereich. Das Öl wird inhaliert, um Schnupfen, Entzündungen und Reizungen der Atemwege zu behandeln. Kamille enthält ätherisches Öl, Flavonoide und Cumarine.


Dosierung:

  • Tee: 2 TL getrocknete Blüten mit ¼ Liter heißem Wasser aufgießen, 10 Minuten zugedeckt ziehen lassen und abseihen. Dieser Tee ist auch zum Gurgeln geeignet.

 

  • Tinktur: 20 g getrocknete Blüten in 150 ml 70 %-igem Alkohol ansetzen, 7 Tage lang ziehen lassen, abseihen und in einer dunklen Flasche lagern.


 

  • Autor CB

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