Dungl-Tipp: Kreislaufprobleme im Sommer

Endlich ist der lang ersehnte Sommer da, und nun plagt uns der Kreislauf mit schweren Beinen, Müdigkeit und Schlappheit. Was tun, wenn man das schöne Wetter gar nicht so richtig genießen kann?

Sehr einfache und jederzeit anwendbare Tipps und Tricks gegen Kreislaufprobleme im Sommer hat die Chinesische Medizin: Reiben Sie den Punkt LG 26 in der Mitte der Furche zwischen Nase und Oberlippe – noch besser ist es mit dem Finger unter die Oberlippe fahren und mit der Fingerkuppe das Zahnfleisch zu massieren. Auch das Massieren des Endgliedes des kleinen Fingers für mehrere Minuten wirkt herzstärkend und kreislaufanregend. Dabei sollte man besonders intensiv den Nagelwinkel massieren.

Bei allgemeiner Konzentrationsschwäche und Schwäche hilft Bai Hui (LG 20) – auf dem Mittelscheitel, wenn man die beiden Ohrenspitzen verbindet. Wer seine Handflächen mit verschränkten Fingern weit dem Himmel entgegenstreckt (ca. 20 Sekunden), also den Himmel stützt, wird rasch merken wie wieder Spannung und Lebensfreude einkehrt.

Natürliche Heilmittel

Als natürliche Heilmittel bei Kreislaufschwäche werden in China Ginseng, Ingwer, Walnuss, Zwiebel mit Honig oder mit Reis geschätzt. Aus den Zutaten lassen sich schmackhafte Gerichte bereiten. Unterstützende Kreislauftees können Sie neben Ginseng auch aus Weißdorn, Grünem Tee oder Liebstöckl zubereiten. Abends ist ein wohltuendes Lavendelbad bei funktionellen Kreislaufstörungen ein wahrer Segen.

 

Treten erlaubt…

Alt aber gut und sehr rasch wirksam ist das Kneippen. Eine wirksame Gefäß und Kreislaufhilfe die  sowohl zu Hause im Badezimmer als auch während einer Wanderung möglich ist, wäre das Wassertreten. Es fördert die Durchblutung, leitet Blutandrang vom Kopf ab und erfrischt den ganzen Körper. Und so wirds gemacht: Zu Hause sollte die Badewanne zumindest halb voll mit kaltem Wasser gefüllt sein, im Garten kann es auch ein Schaffel sein. Beim Wandern tut es eine Stelle im Bach bzw. ein Teichufer. Grundvoraussetzung: Vor dem Wassertreten sollten die Füße unbedingt warm sein. Man steigt barfuß in das Wasser und stapft auf der Stelle wie ein Storch – immer einen Fuß hinein – den anderen heraus. Solange bis Kältegefühl und leichte Rötung auftreten, aber nie länger als ein bis zwei Minuten. Auf die nassen Füße Wollsocken anziehen und eine Viertel Stunde im flotten Marschschritt warm gehen.

Seien Sie kein Warmduscher!

Eine andere Möglichkeit, dem Kreislauf auf die Sprünge zu helfen, ist die Wechseldusche. Hierbei duscht man z.B. seinen Körper warm durch und schließt mit einer kalten Dusche ab, wobei darauf zu achten ist, dass zuerst nur Arme und Beine kalt geduscht werden und erst zum Schluss der Kopf. Wem die kalte Dusche zu hart ist, der kann sein Waschbecken mit kaltem Wasser füllen und mit beiden Armen eintauchen, bis an die Schultern, darin ca. 20 Sekunden verharren, herausnehmen, das Wasser abtropfen lassen und wieder hinein, 2- bis 3mal wiederholen und dann richtig abreiben. Untertags ist das Armbad im Waschbecken herrlich und jederzeit verfügbar: Das kalte Armbad ist besonders wirksam bei Wetterfühligkeit und Kreislaufschwäche. Man füllt das Waschbecken mit kaltem Wasser und taucht die Arme mit dem Ausatmen so weit als möglich – am besten leicht verschränkt in das Wasser- zwei bis dreimal durchatmen und mit einem tiefen Atemzug aufrichten – zwei Atemzüge lang das Wasser ablaufen lassen und mit dem Ausatmen wieder eintauchen – fünfmal wiederholen. Sollten Sie das Bad zu Hause machen, so können Sie zum Schluss noch Brust, Nacken und Gesicht kalt abwaschen. Über längere Zeit durchgeführt, wird sich der Kreislauf wesentlich verbessern.

Leichte Kost bevorzugt

Vergessen Sie nicht, dass auch die Ernährung unsere Aktivität wesentlich beeinflusst. Genießen Sie nun statt schwerer Eintöpfe lieber einen mediterranen Reissalat mit Oregano, Rosmarin, Basilikum. Die duftenden Kräuter lassen Herz und Kreislauf wieder auf Touren kommen. Wer bloß ein Brot  zwischendurch mag, kann auch da punkten. Ein Kräutertopfen ist wirklich rasch zubereitet: 1/8 kg Topfen mit 2 EL Sauerrahm verrühren, ½ Kaffeelöffel Dijonsenf, 1 EL geschnittene Kräuter – z.B. Dille und Schnittlauch – zugeben, gut untermischen und mit Kräutersalz und etwas Zitronensaft abschmecken.

  • Datum 08.06.2015
  • Autor Prof. Dr. med. Andrea Dungl-Zauner und Mag. pharm. Claudia Dungl

Prof. Dr. med. Andrea Dungl-Zauner<p> & Mag. pharm. Claudia Dungl

Prof. Dr. med. Andrea Dungl-Zauner &
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