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Let the sunshine in …

Endlich werden die Tage wieder länger, wärmer und heller. Es zieht uns förmlich nach draußen, und das ist gut so. Denn in der Sonne produziert unsere Haut wichtige D-Vitamine. Aber: Wer zu viel Sonne abbekommt, erhöht sein Risiko für Hautschäden bis hin zu Hautkrebs. Deshalb: Genuss mit Augenmaß – das gilt auch für die Sonne. Ihre Apotheke berät Sie dazu gerne.

Für viele Menschen gibt es nichts Schöneres als ein Sonnenbad. Gehören Sie auch dazu?  Wissenschafter haben herausgefunden, dass Licht und Wärme nicht nur unsere Stimmung heben. Durch UVB-Strahlung bildet unsere Haut Vitamin D3. Wer zu niedrige Spiegel dieses wichtigen Mikronährstoffes im Blut hat, muss mit Erkrankungen der Knochen, des Herz-Kreislauf-Systems oder  des Immunsystems rechnen. (Die Älteren unter Ihnen erinnern sich vielleicht noch an die Rachitis- Kinder der 50er Jahre.)

Damit unser Körper genug D-Vitamine bildet, reicht es aus, zwei bis drei Mal pro Woche Gesicht, Hände und Arme unbedeckt und ohne Schutz der Sonne auszusetzen – für die Hälfte der Eigenschutzzeit. Also gleich ab nach draußen? Apotheker mahnen zur Vorsicht: UVB-Strahlen  verursachen Sonnenbrand, und UVA-Strahlung lässt unsere Haut rasch altern. Langfristig erhöhtsich bei zu viel Sonne außerdem das Risiko, Hautkrebs zu entwickeln. Übrigens: Von Solarien raten Hautärzte dringend ab.

Der ominöse Lichtschutzfaktor

Das muss nicht sein: Neben sinnvollen Verhaltensregeln – vermeiden Sie die Mittagshitze sowie lange Sonnenbäder und tragen Sie Textilien – gibt es sehr gute Sonnenschutz-Produkte. Ihr Apotheker hält Cremes, Lotionen und Sprays in sehr guter Qualität mit unterschiedlichen Lichtschutzfaktoren (LSF) bereit. So sollten Sie für empfindliche, helle Haut 30, 50 oder 50+ wählen. Was verbirgt sich aber hinter den ominös anmutenden Zahlen? Sie geben an, wievielmal länger man sich mit Schutz in der Sonne aufhalten kann, ohne einen Sonnenbrand zu bekommen.

Je nach Hauttyp beträgt die Eigenschutzzeit zwischen drei Minuten für sehr helle Haut und 40 Minuten für mediterran-bräunliche Haut. Diese Werte gelten für einen mitteleuropäischen Sommertag zur Mittagszeit. Haben Sie beispielsweise drei Minuten Eigenschutzzeit und verwenden Produkte mit LSF 50, können Sie 3 x 50 Minuten, also 150 Minuten, in der Sonne sein. Aber Vorsicht: Für Länder mit  intensiverer UV-Strahlung, etwa im Süden, den Tropen oder Australien, gelten deutlich kürzere Eigenschutzzeiten. Die UV-Testkarte, die Sie diesmal am Cover Ihrer Mai- DA finden, soll Ihnen bei der richtigen Einschätzung helfen.

Vorher eincremen!

LSF sind aber nur die halbe Miete. Dazu ein Blick auf die Empfehlungen der EU-Kommission für  Verbrauchsgüter, Kosmetika und Medizinprodukte: Sonnenschutzmittel sollten generell vor dem Aufenthalt im Freien aufgetragen werden. Anschließend 20 bis 30 Minuten zu warten, wie es Hersteller auf einigen Verpackungen empfehlen, ist aber nicht notwendig. Die UV-Filtersubstanzen wirken sofort. Beim Schwimmen, Schwitzen und beim Abtrocknen geht die schützende Schicht verloren. Sie sollten das Produkt Ihrer Wahl deshalb mehrfach auftragen. Experten warnen auch davor, zu kleine Mengen zu verwenden. Um das Schutzniveau laut Packung zu erreichen, sollten sich Erwachsene mit etwa drei
Esslöffeln Creme einreiben. Studien zeigen, dass diese Menge häufig unterschritten wird. Ohren, Nacken, Stirn und Füße behandeln Sonnenhungrige eher stiefmütterlich – aber besonders dort, auf den so genannten „Sonnenterrassen“, droht ein Sonnenbrand.

Gut gefiltert

Das muss nicht sein: Wer Sonnenschutz-Präparate korrekt aufträgt, ist auf der sicheren Seite. Diese entsprechenden Kosmetika enthalten so genannte UV-Filter. Es gibt zahlreiche organische (chemische)
Stoffe, die sich eignen. Sie wandeln UV-Strahlung in Wärme um. Bei den mineralischen (physikalischen)
Filtern sind vor allem Zinkoxid sowie Titandioxid wichtig. Sie reflektieren auch Teile der Strahlung. Chemie direkt auf der Haut? Keine Angst – Hersteller müssen die gesundheitliche Unbedenklichkeit
in wissenschaftlichen Studien nachweisen. Auch das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) hat marktübliche UV-Filtersubstanzen bewertet. „Die meisten auf dem Markt befindlichen Substanzen sind nach derzeitigem wissenschaftlichen Kenntnisstand für den Verbraucher gesundheitlich unbedenklich“,
sagt Prof. Dr. Dr. Andreas Hensel, Präsident des BfR. In Ihrer Apotheke erhalten Sie sichere, qualitativ
hochwertige Sonnenschutzprodukte, die auf die individuellen Bedürfnisse Ihrer Haut abgestimmt werden können.

Ihr Apotheker weiß Rat

Ein weiterer Aspekt: Arzneimittel machen unsere Haut mitunter lichtempfindlich. Dazu gehören manche Präparate zur Ausschwemmung von Wasser, zur Behandlung von Herzrhythmusstörungen, Depressionen oder Infekten sowie manche Schmerzmittel beziehungsweise Hormone. Auch das Echte Johanniskraut ist mit Vorsicht zu genießen. Sprechen Sie mit Ihrem Apotheker, falls ein Urlaub in tropischen Gefilden geplant ist oder falls Sie häufig in der Sonne sind. Er wird Ihnen raten, Sonnenschutz-Produkte mit LSF von mindestens 25 zu verwenden. Bei manchen Hauterkrankungen sollte die Sonne komplett gemieden werden, damit es zu keiner Verschlimmerung kommt.


Das geht ins Auge

Wer beim Thema Sonne nur an die Haut denkt, übersieht im wahrsten Sinne des Wortes Gefahren. Stichwort Auge: Unsere Hornhaut wird ständig von Tränenflüssigkeit benetzt. Starkes Sonnenlicht und Hitze setzen dem Tränenfilm zu. Die Folge sind Rötungen und ein unangenehmes Fremdkörpergefühl.
Unser Tipp: Sonnenbrillen mit UV-Schutz und Blendschutz sind im Sommer Pflicht. Häufig und  regelmäßig blinzeln trägt dazu bei, den Tränenfilm zu optimieren. Reicht das nicht aus, lohnt ein Gang zu Ihrem Apotheker. Gerade empfindliche Sonnenhungrige sollten Tränenersatzmittel in ihre Reiseapotheke packen. Sonnenschutzmittel dürfen auch nicht fehlen. In manchem Reiseland bekommen Sie kaum qualitativ hochwertige Produkte zu vernünftigen Preisen.

 

 

Mediterraner Typ

 

                                                   

Hauttyp      

Eigenschutzzeit in Minuten

 

 

keltischer Typ (Typ I)

 unter 10

nordischer Typ (Typ II)

 10 bis 20

Mischtyp (Typ III)

 20 bis 30
 

mediterraner Typ (Typ IV)

 über 30

dunkle Hauttypen (Typ V)

über 60

schwarze Hauttypen (Typ VI)

 über 90





 

 

  • Autor Dipl.-Chem. Michael van den Heuvel

Dipl.-Chem. Michael van den Heuvel

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