Lungencheck in der Apotheke

Die Vorsorgeaktion „10 Minuten für meine Lunge“ wird aufgrund der positiven Resonanz in der Bevölkerung im Frühjahr vom 14. bis 19. November wiederholt. In nur 10 Minuten kann jeder in Apotheken in Wien, Niederösterreich, Salzburg und Kärnten das eigene Risiko für Lungenerkrankungen frühzeitig ermitteln - mit einem einfachen Check in der Apotheke.

Die Apothekerinnen und Apotheker führen eine erste Risikobewertung mittels validiertem Fragebogen durch und messen in dieser Aktionswoche die Lungenfunktion mit einem digitalen COPD-Screener. Sie führen eine Raucherberatung durch und empfehlen bei erhöhtem Risiko eine Untersuchung beim Lungenfacharzt. Die Teilnahme ist kostenlos, Terminvereinbarungen sind nicht notwendig.

„Vier von fünf Personen, bei denen eine Einschränkung der Lungenfunktion vorliegt, wissen nichts von ihrer Erkrankung. Da die Vorsorgeaktion von der Bevölkerung so gut angenommen wurde, wiederholen wir diese. Grundsätzlich können alle Interessierten den Test machen. Wir wollen mit der Aktion „10 Minuten für meine Lunge“ jedoch vor allem die Risikogruppe der Raucher erreichen und deren Bewusstsein für Atemwegserkrankungen weiter heben. Wir bieten eine erste Risikoeinschätzung und Beratung der Apotheke“, erklärt Mag. pharm. Dr. Christian Müller-Uri, Vizepräsident der Österreichischen Apothekerkammer.

„Wir erhoffen uns von dieser Aktion, dass wir Patienten finden, die zwar spüren, dass sie nicht ganz gesund sind, aber keine therapeutische Betreuung haben. Diese Menschen brauchen dringend eine Spirometrie“, so Univ.Prof. Dr. Michael Studnicka. Past-president der Österreichischen Gesellschaft für Pneumologie. "Unsere Aktion ist die modernste Art eines Vorscreenings. Bei COPD ist es so, dass der Patient nach wie vor ca. 7 Jahre für eine Diagnose braucht. Das ist zu viel. Wir müssen die Kunden rascher behandeln, um ihre Gesundheit zu schützen. Deshalb wiederholen wir die Aktion „10 Minuten für meine Lunge“ nun wieder, damit hier Betroffene schneller in Behandlung kommen".

Die Vorsorgeaktion wird von der Österreichischen Apothekerkammer und der Österreichischen Gesellschaft für Pneumologie durchgeführt und von den Firmen AstraZeneca GmbH, A. Menarini Pharma GmbH, Boehringer Ingelheim RCV GmbH & Co KG, GlaxoSmithKline Pharma GmbH, Johnson & Johnson GmbH, Mundipharma Gesellschaft m.b.H., Novartis Pharma GmbH, Genericon Pharma Gesellschaft m.b.H. und in Niederösterreich von der NÖGKK unterstützt.

Apotheken auf einen Blick

In Österreich spielen die öffentlichen Apotheken eine wichtige Rolle als Gesundheitsnahversorger. Ob Großstadt, Kleinstadt oder Gemeinde: Die österreichischen Apotheken liefern Qualität auf höchstem Niveau. Das bestehende Apothekensystem garantiert eine flächendeckende, qualitativ hochwertige Versorgung mit Arzneimitteln und stellt die Versorgung der Patienten in den Mittelpunkt. Insgesamt beraten rund 6.000 akademisch ausgebildete Apothekerinnen und Apotheker in 1.370 Apotheken die Bevölkerung in Gesundheitsfragen. Zusätzlich erbringen über 350 Apothekerinnen und Apotheker wertvolle Versorgungs- und Beratungsleistungen für die Patienten in den österreichischen Krankenanstalten.
 

  • Datum 14.11.2016
  • Autor Österreichische Apothekerkammer

Weitere Artikel zu diesem Thema:

Die Apotheke ist weiblich

Die Apothekerin, die Aspirantin, die Pharmazeutisch-kaufmännische Assistentin: Die 1.380 österreichischen Apotheken sind in der Hand von Frauen. 90 Prozent aller 16.000 Beschäftigten sind weiblich und das bis hinauf in die Chefetagen, denn jede zweite Apotheke wird bereits von einer Frau geführt.

hier weiterlesen


Hallux valgus: Vorsicht vor Folgeschäden!

Anfangs spürt man es nur in schmalen High Heels: den schmerzhaften Druck aufs Großzehengrundgelenk oder auf einen der kleinen Zehen. Schon jede dritte 20-Jährige zeigt Ansätze eines Hallux valgus. Aber irgendwann schmerzen nicht nur High Heels, sondern auch Sportschuhe...

hier weiterlesen


Burgenland impft gegen Meningokokken B-Erkrankung

Eine gemeinsame Kampagne der Burgenländischen Landesregierung, der Ärztekammer, der Apothekerkammer und GlaxoSmithKline Pharma GmbH macht auf die Gefährlichkeit der Meningokokken B - Erkrankung aufmerksam.

hier weiterlesen


Winterpollen im Anflug

Augenjucken und eine tropfende Nase – in den meisten Fällen werden solche Symptome als Erkältung abgetan, dies ist jedoch nicht immer der Fall. Denn was die wenigsten wissen: Auch im Winter können Pollen für Allergiebeschwerden sorgen und für Betroffene unangenehm sein.

hier weiterlesen


Mutterkraut ist Arzneipflanze 2017

Die Wissenschaft gewinnt ständig neue Erkenntnisse über Wirkstoffe und positive Effekte traditioneller Heilpflanzen. Zur Arzneipflanze 2017 wurde Mutterkraut gekürt. Diese traditionelle Heilpflanze zeichnet sich durch gute Wirksamkeit und ausgezeichnete Verträglichkeit in der vorbeugenden Behandlung von Migräne aus.

hier weiterlesen


Schwere Arbeit mindert möglicherweise die Fruchtbarkeit

Schwere körperliche Arbeit und nächtliche Schichtarbeit beeinträchtigen die Eizellenqualität und -zahl von Frauen und damit womöglich ihre Fruchtbarkeit. Besonders ausgeprägt sei dieser Effekt bei übergewichtigen und älteren Frauen, berichten US-Forscher.

hier weiterlesen