Malariaschutz aus der Apotheke

Sommerzeit ist Reisezeit. Wer seinen Urlaub in fernen Gefilden plant, sollte an die eigene Gesundheit denken. Malaria gilt in diesem Zusammenhang als ernstes Problem.

Weltweit werden jährlich rund 250 Millionen Menschen mit Malaria infiziert, davon sterben etwa 700.000 Menschen an der Krankheit. Damit gehört Malaria zu den gefährlichsten parasitischen Erkrankungen. Hervorgerufen wird sie durch Parasiten der Gattung Plasmodium, die durch Stechmücken der Gattung Anopheles übertragen werden. Die größte Gefahr besteht während der Dämmerung und in der Nacht.
 

Auch wenn die Forscher auf Hochtouren arbeiten, eine Impfung gegen Malaria ist noch nicht in Sicht. Es gibt aber eine Reihe von Medikamenten, die den Ausbruch der Krankheit verhindern können. Da sie aber die Infektion nicht verhindern können, müssen die Präparate bis vier Wochen nach dem Aufenthalt in dem Malaria-Gebiet genommen werden.

Nach dem Stich gelangen die Malariaerreger über das Blut in die Leber, wo sie sich vermehren. Dann befallen sie die roten Blutkörperchen, die in Folge zerstört werden. Typisch an einer Malariaerkrankung ist das hohe Fieber, weitere Symptome unterscheiden sich je nach Typ des Erregers. Es kann zu Durchfall, Leber-, Nieren-, Herz- und Atemstörungen kommen. Auch das Gehirn kann betroffen sein. Ohne Behandlung endet Malaria bei 50 bis 60 Prozent der Mitteleuropäer tödlich.


Vorbeugung

Zur Vorbeugung gegen Malaria ist die Vermeidung von Stichen (Abwehrmittel auf Haut und Kleidung, langärmlige Hemden und lange Hosen, klimatisierte Räume, Drahtgitter vor den Fenstern) und die medikamentöse Prophylaxe erforderlich. Medikamente verhindern die Vermehrung der Parasiten in der Leber oder im Blut. Dabei gibt es aber das Problem, dass die Malariaerreger mit der Zeit weniger empfindlich dagegen werden. Da die Präparate auch Nebenwirkungen haben, ist deren Einsatz eine Frage von Nutzen und Risiko.

Je nach Resistenzentwicklung bei den Erregern wurden die Malariagebiete der Erde in Zonen eingeteilt. Je nach Zone wiederum werden bestimmte Präparate empfohlen. Welches Präparat für das individuelle Reiseziel das Richtige ist, erfährt man in der Apotheke oder bei spezialisierten Ärzten.
 

  • Datum 06.06.2016
  • Autor Österreichische Apothekerkammer

Weitere Artikel zu diesem Thema:

Koffein unter der Lupe

Kaffee ist mehr als nur ein Getränk, er steht für sinnlichen Genuss. Kaffee steht aber auch für den Koffein-Kick zwischendurch. Doch wie viele Tassen sind unbedenklich und auf welche Koffeinquellen ist noch zu achten?

hier weiterlesen


„Wehr Dich gegen Psoriasis“ – Jetzt!

Zum Auftakt der neuen Informationskampagne „Wehr dich gegen Psoriasis“ von Celgene Österreich holt Star-Fotograf Andreas H. Bitesnich zwei Psoriasis-Patientinnen vor die Kamera. Die kraftvollen Bilder sollen den mehr als 250.000 Betroffenen in Österreich neuen Mut machen aufzustehen, sich gegen die Erkrankung zu wehren und zum Arzt zu gehen.

hier weiterlesen


Weltherztag: Defibrillatoren machen Apotheken HERZsicher

Die Apotheken setzen einen wichtigen Schritt gegen den plötzlichen Herztod. Seit 2015 stattet die Österreichische Apothekerkammer ausgewählte Apotheken mit potenziell lebensrettenden Defibrillatoren, kurz „Defis“, aus. Auch die Kärntner Stadtgemeinde Friesach ist jetzt HERZsicher.

hier weiterlesen


5 Tipps gegen Halsschmerzen

Eine aufkommende Erkältung meldet sich häufig mit einem Kratzen in der Kehle an. Der Hals ist dann schnell gereizt oder stark verschleimt, die Stimme klingt „belegt”.

hier weiterlesen


Zeit für Grippeschutz-Impfung beginnt

Vor Beginn der Grippe-Saison sollten sich Risikogruppen wie Menschen ab 60, chronisch Kranke und Schwangere gegen die Infektionserkrankung impfen lassen.

hier weiterlesen


Soziale Faktoren: Einfluss auf Gesundheit?

Wie stark beeinflussen die Lebenslage und der soziale Status den individuellen Gesundheitszustand und das Gesundheitsverhalten?

hier weiterlesen