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Heilpflanzen: Malve

Ob Husten, Magenschmerzen oder ein kratzender Hals, die Malve (Malva sylvestris) – besser bekannt als Käsepappel – kann hier Wunder wirken. Es sind vor allem die in der Heilpflanze enthaltenen Schleimstoffe, die Reizhusten und Magenreizungen mildern.

Magenleiden

Bereits im 12. Jahrhungert empfahl Hildegard von Bingen die Malve – sie nannte sie „babbela“ – bei Magenbeschwerden. Auch heute zählen Magenleiden und Sodbrennen zu den zentralen  Anwendungsbereichen der Malve. Die sowohl in den Blättern als auch in den Blüten bis zu 10 % enthaltenen Schleimstoffe wirken mildernd bei gereizten und entzündeten Schleimhäuten. In Verbindung mit Wasser bilden die Schleimstoffe eine visköse Lösung, die das gereizte Gewebe benetzt und auf  diese Weise eine Regeneration ermöglicht. Die ebenfalls in den Blättern und Blüten enthaltenen Gerbstoffe unterstützen diese Wirkung.

 

Trockener Reizhusten

Auch bei trockenem Reizhusten bewirkt diese Wirkstoffkombination eine deutliche Linderung.  Geschädigte Schleimhäute, die quälende Hustenattacken verursachen, werden von den Schleimstoffen regelrecht eingehüllt und die Beschwerden dadurch gebessert. Die leuchtend violetten Blüten der Malve enthalten darüber hinaus einen hohen Anteil an Anthocyanen. Diese besitzen die Fähigkeit Radikale, also schädigende Stoffe, zu neutralisieren. Dies führt besonders bei Entzündungen im Mund- und  Rachenraum gemeinsam mit den Schleim- und Gerbstoffen zu einem Abklingen der Symptome.
In der Volksheilkunde werden Umschläge und Waschungen mit Malventee auch bei Ekzemen und Wunden empfohlen. Dabei lassen sich positive Wirkungen durch die schleimhautschützenden Effekte erklären.

 

Für die Zubereitung eines Tees sollten 2 g (1-2 Teelöffel) Malvenblätter bzw. Malvenblüten pro Tasse verwendet werden. Zubereitungen aus der Malve sind gut verträglich und zeichnen sich besonders durch fehlende Nebenwirkungen aus. Deshalb sind sie auch für Kinder geeignet. Medikamente sollten allerdings nicht zur selben Zeit, sondern mit mindestens 2 Stunden Abstand zum Malventee eingenommen werden, da die Schleimstoffe die Wirkstoffaufnahme des Arzneimittels hemmen können.

  • Datum 02.12.2014
  • Autor Mag. pharm. Arnold Achmüller

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