Lungenkrebsmonat November

Lungenkrebs ist weltweit für insgesamt mehr Todesfälle pro Jahr verantwortlich als jede andere Art von Krebs. Allein in Österreich sterben jährlich über 3.600 Menschen an Lungenkrebs. Der Lungenkrebsmonat November soll auf die leider immer noch sehr hohe Sterblichkeitsrate bei diesen Patienten aufmerksam machen und über neue, individuelle Behandlungsmethoden informieren.

Personalisierte Medizin und Lungenkrebs

Personalisierte Medizin macht sich das individuelle Krankheitsprofil des Patienten zunutze, um  Therapieentscheidungen zu treffen und die Behandlung in sämtlichen Stadien auf seine Bedürfnisse abzustimmen. Mithilfe molekularer Diagnosemethoden wurde es in den letzten Jahren möglich, in einigen Lungentumoren spezifische genetische Veränderungen bzw. Biomarker zu identifizieren. Den betroffenen Patienten kann in der Folge eine Therapie angeboten werden, die am besten zum genetischen Krankheitsprofil passt und dadurch die größten Erfolgschancen bietet. Leider hindern Irrmeinungen zum Thema „Personalisierte Medizin“ immer noch Lungenkrebspatienten daran, von diesem Behandlungsansatz zu profitieren.

Mythos: Alle Arten von Lungenkrebs sind gleich und sollten auch gleich behandelt werden.

Fakten: Lungenkrebs wurde lange als eine einheitliche Erkrankung gesehen, Ärzte unterscheiden heute jedoch verschiedene Arten von Lungenkrebs. Das kleinzellige (SCLC) und das nicht-kleinzellige Lungenkarzinom (NSCLC) sind die zwei wichtigsten Gruppen, wobei das NSCLC noch in weitere Subtypen unterteilt wird. Da die Erkrankung lange Zeit symptomlos bleibt, befinden sich bei Erstdiagnose bereits etwa 75% der Patienten in einem fortgeschrittenen oder metastasierten Krankheitsstadium.
 

Lungenkrebs und Rauchen

Rauchen ist für bis zu 90% aller Lungenkrebsfälle verantwortlich. Ein Rauchstopp reduziert nicht nur das Risiko für Herz-Kreislauferkrankungen, sondern senkt auch das Risiko für Krebserkrankungen:
Nach 10 Jahren hat sich das Lungenkrebsrisiko halbiert.

Es gibt vielfältige Methoden, um mit dem Rauchen aufzuhören – von kurzen individuellen Beratungsgesprächen mit Ihrem Arzt über Gruppentherapien bis hin zu strukturierten Programmen, je nach Bedarf auch mit gezielter medikamentöser Unterstützung. Im Gegensatz zu einigen anderen europäischen Ländern werden die Kosten hierfür derzeit noch nicht von der österreichischen Sozialversicherung übernommen.