Suchtpotenzial von Schlafmitteln

Über drei Prozent der Bevölkerung nehmen täglich oder fast täglich Schlaf- oder Beruhigungsmittel ein - und dies oft länger als ein Jahr lang. Vor allem ältere Menschen und Frauen greifen zu den Pillen. Experten warnen vor dem Abhängigkeitspotenzial solcher Medikamente.

Sorgen bereitet Experten, dass Betroffene häufig Benzodiazepine oder ähnliche Medikamente einnehmene. Bei längerer Einnahme bergen diese ein hohes Abhängigkeitsrisiko und teilweise gravierende Nebenwirkungen, wie "Sucht Schweiz" schreibt. Unbestritten sei, dass die Mittel in vielen Fällen wirksam und hilfreich sind. So kommen sie etwa bei Schlaf- und Angststörungen sowie bei der Vorbereitung von chirurgischen Eingriffen zum Einsatz.    

Bei einer Langzeiteinnahme könnten aber etwa Störungen der Bewegungskoordination sowie Gedächtnis- und Aufmerksamkeitsprobleme auftreten. Ältere Menschen haben ein höheres Risiko zu Stürzen. Forscher machen in einem Beitrag in der französischen Fachzeitschrift Dépendances auch auf die Probleme beim Absetzen psychoaktiver Medikamente aufmerksam. Dies sei bisher unterschätzt worden. Die Wissenschaftler vermuten, dass Aufhörversuche oft zu spät erfolgen und nicht mehr einfach zu bewerkstelligen sind. Das Ende der Therapie müsse frühzeitig vorbereitet werden. Problematisch ist ein abruptes Absetzen nach längerer Zeit, da schwere Entzugssymptome auftreten können.    

Ärzte, Apotheker und Patienten bräuchten mehr Informationen praktischer Art, folgern die Forscher. Der Medikamentenmissbrauch sei immer noch ein Tabu. Daneben sei auch eine strengere Verschreibungspraxis zu prüfen.  Die Veröffentlichung basiert auf Daten aus dem Suchtmonitoring Schweiz.

 

 

 

Unbedenklich:

Zu den sanften, wirksamen Einschlafhilfen zählen Hopfen, Melisse, Baldrian und Passionsblume.

 

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