Schwindel im Alter

Etwas wackelig auf den Beinen beim Spaziergang oder leichtes Taumeln bei der Hausarbeit – insbesondere Menschen über 60 kennen diese leichten Schwindelerscheinungen nur zu gut. Viele Betroffene fühlen sich dadurch in ihrer Bewegungsfreiheit und Aktivität im Alltag, wie z. B. beim Wandern oder Radfahren, eingeschränkt, nehmen die Symptome jedoch nicht ernst.

Sie definieren diese leichtfertig als typische Begleiterscheinung des Alters. Werden die Symptome jedoch nicht behandelt, können sie sogar zu schweren Stürzen führen.
 

Was ist Schwindel im Alter?

Altersbedingter Schwindel ist vielen Menschen als eigenständiges Krankheitsbild fremd. Dabei leidet rund ein Viertel der über 60-Jährigen und die Hälfte der über 75-Jährigen unter dieser Form von Schwindel. Von den – meist weiblichen – Betroffenen als Altersbeschwerden abgetan, handelt es sich bei dieser Gleichgewichtsstörung jedoch um eine ernst zu nehmende Erkrankung.

Schwindel entsteht immer dann, wenn die sensorischen Informationen von Augen, Innenohr sowie Muskeln und Gelenken nicht mehr übereinstimmen, fehlerhaft sind oder im Gehirn nicht richtig verarbeitet werden. Auch bei den für ein stabiles Gleichgewicht verantwortlichen Organen kommt es im Laufe der Zeit zu Alterungsprozessen. Hinzu kommt eine verminderte Durchblutung im Gehirn, sodass die optimale Informationsverarbeitung der verantwortlichen Komponenten nicht mehr funktioniert, was leichte Schwindelgefühle auslöst. Unbehandelt kann sich dieses Krankheitsbild verstärken und schwerwiegende Konsequenzen nach sich ziehen, wie z. B. ein erhöhtes Sturzrisiko. Rund ein Drittel der über 65-Jährigen und sogar die Hälfte der über 80-Jährigen stürzt einmal im Jahr aufgrund von leichten Schwindelsymptomen und Taumeligkeit.

 

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