Onkologie und Apotheken: Nebenwirkungen lindern

Die Hauptaufgabe der Apotheker in der Onkologie besteht darin, die Sicherheit und Wirksamkeit der Arzneimitteltherapie zu gewährleisten.

Ein wichtiger Aspekt dabei ist, durch fachlich kompetente Beratung die Therapietreue sowie das Therapieverständnis zu fördern. In diesem Jahr widmet die Österreichische Apothekerkammer die zentrale Fortbildungsveranstaltung für Apotheker dem umfassenden Thema „Onkologie & Apotheke“.


Nebenwirkungen der Patienten lindern

Um das Verständnis für die Krebstherapie zu erhöhen, ist es den Apothekern ein wesentliches Anliegen, den Patienten den Nutzen der Behandlung zu verdeutlichen. Außerdem soll durch kompetente Information und Hilfestellung die Compliance erhöht werden. Viele orale Zytostatika haben ein komplexes Einnahmeschema und erhebliche Neben- und Wechselwirkungen. „Neben der Verbesserung des Therapieverständnisses sind daher das Management und die Linderung der Nebenwirkungen sowie die unterstützende Begleitbehandlung wichtige Aufgaben der Apotheker“, erklärt Mag. pharm. Raimund Podroschko, Vizepräsident der Österreichischen Apothekerkammer.

„Chemo- und Strahlentherapien schädigen auch gesunde Zellen – z.B. Zellen der Haarwurzeln, Schleimhaut des Magen-Darm-Traktes oder Zellen der Haut. Die Beratung bei Übelkeit und Erbrechen bzw. bei Hautproblemen zählt ebenfalls zu einem wesentlichen Aspekt der pharmazeutischen Betreuung onkologischer Patienten. Uns ist es wichtig, dass sich Krebspatienten so gut wie möglich am Alltag und am sozialen Leben beteiligen können.“

  • Datum 05.11.2015
  • Autor Österreichische Apothekerkammer

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