Vereinbarkeit von Familie und Beruf

Für die Mitarbeiter in den Gesundheits- und Pflegeberufen ist die Vereinbarkeit von Familie und Beruf eine besondere Herausforderung, da eine Verfügbarkeit von 365 Tagen im Jahr, 24 Stunden am Tag notwendig ist.

Es gibt aber für Arbeitgeber spezielle Maßnahmen, die auf diese besonderen Rahmenbedingungen eingehen. Deswegen haben wir einen eigenen Auditprozess für Gesundheits- und Pflegeberufe entwickelt und laden Arbeitgeber ein, von dieser Möglichkeit Gebrauch zu machen", erklärte Familienministerin Sophie Karmasin.

Mit dem zunehmenden Fachkräftemangel und einer neuen nachkommenden Generation, die mehr und mehr Wert auf ein ausgewogenes Verhältnis und klare Grenzen zwischen Privat- und Berufsleben legt, wird das Thema der Vereinbarkeit von Familie und Beruf für Arbeitgeber zudem immer wichtiger. Auch in jenen Bereichen, in denen es bisher als eher komplex erschien, Familie und Beruf zu vereinbaren. "Aufgrund des Fachkräftemangels und des hohen Frauenanteils im Gesundheits- und Pflegebereich, müssen Arbeitgeber zunehmend auf familienfreundliche Maßnahmen setzen", so Familienministerin Sophie Karmasin.

DDr. Paul Eiselsberg: "Bei der Wahl des Arbeitgebers steht die Vereinbarkeit von Familie und Beruf an
oberster Stelle: Für zwei Drittel der Mitarbeiter/innen ist dies ein sehr maßgeblicher Aspekt bei der Entscheidungsfindung. An zweiter Stelle rangiert die Stressreduktion, gefolgt von Fort- und Weiterbildung sowie hohen Gehältern", erklärt Eiselsberg. Bei der Frage, welche familienfreundlichen Maßnahmen in diesem Berufsfeld die meiste Unterstützung für die Beschäftigten bieten würden, wurden vor allem das Verständnis des Arbeitgebers (58%), flexible Arbeitszeiten (57%), die Möglichkeit zwischen Voll- und Teilzeit zu wechseln (54%) sowie die Möglichkeit einer familiengerechten Dienstplanung (50%) genannt. 

Die Familienministerin präsentierte dazu auch Verbesserungsmöglichkeiten, wie das Audit berufundfamilie sowie das neue Netzwerk "Unternehmen für Familien". Das heuer vom Familienministerium ins Leben gerufene Netzwerk bietet familienfreundlichen Unternehmen und Gemeinden eine Informations-, Inspirations- sowie Vernetzungsplattform. "Wir müssen die theoretischen Erkenntnisse, die wir über den Nutzen von Familienfreundlichkeit in Wirtschaft und Gesellschaft haben, durch Umsetzung gezielter Maßnahmen auf den Boden bringen", so Karmasin weiter. Der Beitritt zum Netzwerk "Unternehmen für Familien" steht allen Unternehmen, Organisationen und Gemeinden offen und ist kostenlos möglich.
 

  • Datum 26.06.2015
  • Autor Bundesministerium für Familien und Jugend

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